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Die perfekte Raumakustik für Dein Homestudio

Egal, wie viel Geld Du in Deine Aufnahmeausrüstung investierst, den bestmöglichen Klang erreichst Du nur, wenn Du auch Deine Raumakustik im Blick hast. In diesem Artikel zeige ich Dir deshalb, wie Du mit einfachen Mitteln die Raumakustik Deines Homestudios verbessern kannst.

Die perfekte Raumakustik für das Homestudio

Tipp: Neben der richtigen Raumakustik spielen für eine qualitative Aufnahme auch noch andere Faktoren eine wesentliche Rolle. Beispielsweise die Handhabung deines Equipments. Lerne in anderen Artikeln auf dieser Seite, wie du dein Mikrofon richtig einpegels, wie du nerviges Hintergrundrauschen entfernst und was du gegen zu leise Aufnahmen tun kannst.

Wichtige Begriffe der Raumakustik

Bassfalle:

Einer der ersten Punkte bei der Behandlung Deines Homestudios ist es, herauszufinden, wie Du mit dem Bassbereich umgehen wirst. Bassfallen sind bei der Gestaltung Deines Tonstudios von größter Wichtigkeit, da sie sich um den tiefen Frequenzbereich kümmern und in den Raumecken für dessen Absorbierung zuständig sind.

Nachhall:

Nachdem ein Ton erzeugt wurde, treffen dessen Schallwellen auf Oberflächen wie Wände, Decken, Böden, Möbel oder auf Personen und werden reflektiert. Diese Reflexion kann dazu führen, dass der Schall auch dann im Raum verbleibt, wenn die Schallquelle zum Stillstand gekommen ist, wodurch der als Nachhall bezeichnete Effekt entsteht. Nachhall ist ein häufiger Grund dafür, dass es schwierig sein kann, ein Gespräch in einem überfüllten Raum zu führen und warum manche Menschen bei Telekonferenzen nicht so klar klingen. Das Verstehen und Kontrollieren von Nachhall kann die Klangqualität beim Abmischen deutlich verbessern.

Nachhallzeit:

Die Nachhallzeit ist die Zeit, die benötigt wird, bis der Ton in einem geschlossenen Aufnahmeraum abklingt. Schließlich prallt der Schall in einem Raum wiederholt von Oberflächen wie Boden, Wänden, Decke, Fenstern oder ab. Wenn sich diese Reflexionen vermischen, entsteht ein Phänomen, das als Nachhall bezeichnet wird. Der Nachhall nimmt ab, wenn die Reflexionen auf Oberflächen treffen, die Schall absorbieren können, wie Vorhänge, Stühle und sogar Menschen.

Kammfilterung:

Kammfilterung tritt auf, wenn zwei oder mehr identische Audiosignale mit einer leichten Verzögerung zusammengemischt werden. Das resultierende Frequenzgang Diagramm ähnelt einem Kamm, da sich phasengleiche Frequenzen addieren, während phasenverschobene Frequenzen sich aufheben. Dies führt zur Bezeichnung Kammfilterung.

Flatterechos:

Flatterechos

Das so genannte „Flatterechos“ ist häufig ein großes Problem bei Aufnahmen im eigenen Homestudio.

Flatterechos werden durch Schall erzeugt, der sich schnell zwischen zwei parallelen, reflektierenden Oberflächen bewegt. Abgesehen von der seltenen Verwendung als absichtlicher Klangeffekt sind Flatterechos im Allgemeinen in keinem Raum erwünscht. Normalerweise ist ein nur zum Teil behandelter Aufnahmeraum für Flatterechos verantwortlich, wobei zwei Teile der Wände, der Decke oder des Bodens nicht absorbierend sind und sich direkt gegenüberstehen. 

Schallreflexionen:

Der anfängliche Schall, der von einer Wand oder Decke reflektiert wird, wird als erste Reflexion bezeichnet. Aber diese erste Reflexion wird auch von Wänden usw. reflektiert, wodurch die zweite Reflexion entsteht. Dies setzt sich bei der 3. Reflexion, 4. Reflexion usw. fort. Jede Reflexion wird dabei gegenüber der vorhergehenden ein wenig verzögert. All dies erzeugt sehr komplexe Schallwellenformen, die auf Ohr oder Homestudio Mikrofon treffen. Diese Mehrfachreflexionen können eine sogenannte destruktive Interferenz erzeugen, die die Quelle problematischer raumakustischer Phänomene wie Flatterechos und Kammfilterung ist.

Raummoden:

Alle Räume haben natürlich vorkommende Resonanzfrequenzen, die Raummoden genannt werden. Sie werden durch Schallreflexionen von verschiedenen Oberflächen verursacht. Diese Resonanzen sind für jeden Raum einzigartig. Raummoden sind die Hauptursache für akustische Verzerrungen unterhalb der Übergangsfrequenz, die Spitzen und Einbrüche im Frequenzgang von 20dB oder mehr verursachen können. Die Raummoden speichern dabei Energie und zerfallen langsam im Vergleich zu nahegelegenen Frequenzen, was zu hörbaren Problemen wie einem Dröhnen führt.

Warum Du Deine Raumakustik verbessern solltest

Es gibt zwei Möglichkeiten, sich der akustischen Behandlung zu nähern: Du kannst einen Raum so gestalten, dass er gut klingt, wenn Du aufnimmst, oder seine Vorzüge mehr beim Abmischen hat. Da Du aber in Deinem Homestudio nicht wie in einem Tonstudio einen separaten Aufnahme- und Abhörraum zur Verfügung hast, überschneiden sich diese beiden Herangehensweisen sehr oft. In professionellen Studios haben die Aufnahmeräume in der Regel weniger Behandlung und ein bisschen mehr Ambiente. Wohingegen der Kontrollraum, in dem der Toningenieur abmischt, eine reflexionsfreie Zone darstellen sollte. Um das zu erreichen, brauchen wir viel Absorbierung um den Mischbereich herum.

Raumakustik verbessern Gründe

Wenn Du aber im Homestudio in einem Raum arbeitest, behandelst Du ihn normalerweise wie einen Aufnahmeraum. Das wird auch den Hall etwas senken und den Frequenzgang verbessern, wenn Du hier auch aufnimmst. Es wird zudem weniger Raumresonanzen auf den Aufnahmen geben und beim Abmischen hörst Du wie es wirklich klingt und kannst Fehler einfacher wahrnehmen. Ein präparierter Raum macht es viel einfacher, kleine EQ-Korrekturen zu hören, weil der Raum einen flacheren Frequenzgang aufweist. Dadurch klingen Deine Mixe auf sämtlichen Lautsprechern gut, weil Dein Raum Dich nicht dazu verleitet, zu denken, dass es zum Beispiel zu viel oder zu wenig Bass gibt.

So verbessert Du die Raumakustik in Deinem Homestudio

Im Folgenden findest Du Tipps und Materialien, mit denen Du den Raumklang Deines Homestudios verbesserst. Wie bereits erwähnt, richten wir den Raum so ein, wie es in einem separaten Raum zum Abmischen der Fall wäre.

Raumakustik verbessern 10 Tipps

Realistische Erwartungen 

Es ist wichtig, realistisch an die Sache heranzugehen und sich erreichbare Ziele zu setzen. In einem simplen Homestudio lässt sich kein vergleichbarer Raumklang, mit dem eines professionellen Tonstudios erzielen. Die Realität ist, dass die meisten Leute ihr Homestudio für Demos und zum Songschreiben benutzen. Deshalb gibt es immer noch Tausende von professionellen Tonstudios. Doch die Ausrüstung allein lässt Deine Aufnahmen nicht großartig klingen. Es ist eine Kombination aus dem Equipment, der Akustik und der wichtigsten Zutat, den Fähigkeiten des Toningenieurs.

Homestudios können Dir eine Menge Geld für Ideen und Kompositionen sparen. Von dort aus jedoch einen Song abmischen, der es direkt ins Radio schafft – nicht  sehr realistisch. Professionelle Toningenieure haben nicht nur die nötige Ausrüstung, sie haben viele Jahre damit verbracht, jeden Tag aufzunehmen und zu mischen und damit ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Diese Erfahrung und dieses Können lässt sich nicht kaufen. Die Chancen, dass Du in kurzer Zeit trotz professionellem Equipment und einer guten Raumakustik auf das gleiche Niveau kommst, sind also ziemlich gering. 

Allerdings solltest Du Dich nicht entmutigen lassen und zu schnell aufgeben. Es gibt einige Dinge, die Du tun kannst, um Dein Homestudio aufzurüsten und die Raumakustik zu verbessern, wozu auch dieser Artikel beitragen soll. 

Der richtige Raum

Raumwahl Homestudio

Die richtige Raumwahl ist häufig schon die halbe Miete für qualitative Aufnahmen im Homestudio!

Dein Zimmer sollte idealerweise nicht reflektierende Wände und viele Dinge haben, die den Ton zerstreuen. Zudem sollte der Aufnahmeraum nicht quadratisch sein und schräge Decken und Wände haben. All diese Faktoren verhindern, dass sich Reflexionen aufbauen, miteinander interagieren und akustisches Chaos verursachen. Es ist zwar das ideale Szenario, allerdings hat nicht jeder eine freie Raumwahl oder kann von Grund auf bauen.

Im Wesentlichen willst Du Deinen Aufnahmeraum, wenn auch nicht vollständig, mit absorbierenden Materialien dämpfen. Versuche es mit einem Sofa an der gegenüberliegenden Wand der Lautsprecher und decke große Fenster mit Vorhängen und Bücherregalen ab. Benutze außerdem keine Eierkartons. Sie funktionieren nicht so gut wie billige akustische Diffusoren. Wenn eine Wand oder Decke besonders reflektierend ist, sollte die gegenüberliegende Oberfläche absorbierend sein. Es geht darum, die Reflexion nach unten zu bekommen, aber nicht nach außen. Du willst, dass Dein Homestudio einen Raumklang hat, aber nicht zu lebhaft ist. 

Es geht nicht nur um den Frequenzbereich

Ein flacher Frequenzgang ist einer der wichtigsten Punkte um eine gute Raumakustik zu bekommen. Allerdings musst Du auch auf die Nachhallzeit achten und hierfür ein Wasserfalldiagramm einsetzen. Anhand dieses Diagramms, kannst Du störende Reflexionen identifizieren, reduzieren oder zumindest ausgleichen. Wasserfalldiagramme erleichtern es, sehr spezifische Reflexions- und Frequenzprobleme zu identifizieren. 

Die Quellen unerwünschter Reflexionen

Mittlere und hohe Frequenzen werden von harten Oberflächen wie Gips auf ähnliche Weise reflektiert wie das Licht von einem Spiegel. Der Effekt ist nicht ganz so genau wie bei einem Spiegel, da ein Teil der Schallenergie gestreut und ein wenig absorbiert wird, aber vereinfacht ausgedrückt kann man sich harte Wände als akustische Spiegel vorstellen. Wenn Du einen Lautsprecher in die Nähe einer harten Wand stellst, entsteht durch die Reflexion eine Phantomschallquelle, sodass Du jetzt sowohl aus dem Lautsprecher als auch von der Wand Schall hörst. 

Wenn Du weißt, welcher Teil der Wand dafür verantwortlich ist, dass die Reflexion zu Deinem Mischpultstuhl reflektiert wird, dann kannst Du Deine akustische Behandlung auf diesen Bereich konzentrieren (du findest in unserem Mischpult Test eine Auflistung der beliebtesten Modelle). Tatsächlich kannst Du einen echten Spiegel benutzen, um herauszufinden, wo dieser Punkt ist. Dazu bringst Du einen Freund dazu, den Spiegel an verschiedenen Stellen flach an die Wand zu halten, bis Du von der Mischposition aus ein Bild Deines Lautsprechers sehen kannst. 

Der Bassbereich

In jedem Raum bekommt man eine Anhäufung bestimmter Frequenzen. Diese werden stehende Wellen oder Resonanzfrequenzen genannt. Im Grunde genommen, handelt es sich nur um eine Erhöhung der Lautstärke bei bestimmten Frequenzen, sodass wir vielleicht eine plötzliche Spitze bei 90 Hz haben, beispielsweise aufgrund der Dimensionen des Raumes oder wo unsere Lautsprecher aufgestellt sind. Im Allgemeinen sind diese Hauptprobleme eher im unteren Bereich zwischen 20 Hz und 600/700 Hz angesiedelt. Auf diesen Bereich solltest Du Dich konzentrieren, wenn es darum geht, stehende Wellen zu finden. Das kann einen ziemlich großen Unterschied machen, weil wir dort viele Probleme mit der Übertragung der Mischung auf anderen Lautsprechern bekommen. Beispiel: Wenn Du eine 90 Hz Spitze in Deinem Raum hast klingt das so, als ob 90 Hz viel zu laut in Deinem Mix sind. Also würdest Du dort mit dem EQ ansetzen. Im Auto würdest Du dann merken,  dass plötzlich der Low-End-Bereich zu schwach ist. Verwendest Du hingegen Bassfallen, werden diese tatsächlich etwas von diesem Low-End einfangen und absorbieren können. 

Absorbiere die Reflexionen z.B. mittels Basotect 

Reflexionen absorbieren

Achte darauf das die Reflexionen in deinem Studio zuverlässig absorbiert werden.

Der Umgang mit den hoch- und mittelfrequenten Reflexionen kann durch Absorber gehandhabt werden. Auf einer einfachen Ebene könntest Du Absorptionsplatten an den Seitenwänden und Rückwänden anbringen. Diese bestehen typischerweise aus weichem, porösem Material wie Schaumstoff oder Steinwolle. Solch eine Platte absorbiert die Schallreflexionen. Für die Absorbierung im tieferen Frequenzbereich benutzt Du Bassfallen, die meist in den Ecken eines Raumes angebracht werden. Da sich der Bassbereich in den Ecken ansammelt, haben die Bassfallen dort ihren größten Mehrwert. Die Bassfallen können auf bestimmte Frequenzen abgestimmt werden. Du könntest zwar Deine Wände bedecken und überall Bassfallen haben, Du willst jedoch auch keinen völlig toten Raum erzielen. Grundsätzlich empfehle ich Dir zum Absorbieren Basotect. Basotect ist ein äußerst flexibler Schaumstoff aus Melaminharzschaum. 

Nutze Diffusoren

Diffusoren werden verwendet, um problematische Frequenzen von Deinen Ohren weg zu streuen. Der Gedanke ist, dass Du dann nur die Musik Deiner Monitore hörst, da das Signal in handlichere, kleinere Reflexionen zerstreut wird, die den Raum nicht zu tot klingen lassen. Außerdem kann der Sweet Spot, also die perfekte Hörposition, mit gut platzierten Diffusoren vergrößert werden. Damit können Diffusoren zu einem flexibleren Abhörerlebnis beitragen. Im Gegensatz zu Absorbern bestehen Diffusoren aus härterem Material (normalerweise aus Holz oder Plastik), das den Schall von Dir weg reflektieren soll.

Deinen Raum ausmessen

Wenn Du eine wirklich genaue Messung der problematischen Frequenzen in Deinem Raum haben willst und einen Vorher-Nachher-Vergleich suchst, kannst Du Plugins wie „Room EQ Wizard“ benutzen. Dadurch kannst Du die Messung, die Du vor und nach der akustischen Behandlung gemacht hast, vergleichen. Eine solche Software ist einfach zu bedienen, da Du nur eine Kalibrierung brauchst und schon wird Deine Messung durchgeführt. 

Positionierung der Studiomonitore

Wo und wie Du Deine Lautsprecher in Deinem Homestudio aufstellst, ist von entscheidender Bedeutung, um einen präzisesten Frequenzgang und die bestmögliche Stereoabbildung zu erhalten. Idealerweise bildet Deine Hörposition zusammen mit den beiden Monitoren ein gleichseitiges Dreieck. Mit anderen Worten, die Abstände zwischen jeweils zwei der drei Objekte (Dir und den Monitoren) sollten gleich groß sein. Was die Höhe betrifft, so sollten sich die Hochtöner idealerweise auf gleicher Höhe wie Deine Ohren befinden, wenn Du sitzt, normalerweise etwa 110-150 cm vom Boden entfernt. 

Versuche, Deine Studiomonitore so aufzustellen, dass sie von Wänden und Raumecken entfernt sind. Damit vermeidest Du Reflexionen, die durch Kammfilterung und Tieftonverstärkung oder -auslöschung einen ungleichmäßigen Frequenzgang erzeugen können. Manchmal sind die Räumlichkeiten jedoch begrenzt und die Lautsprecher müssen nahe an der Frontwand aufgestellt werden. Aus diesem Grund bieten viele Studiomonitore Onboard-EQ-Einstellungen. Diese werden als Whole-Space = Platzierung entfernt von Wänden, Half-Space für die Platzierung nahe der Frontwand und Quarter-Space für die Platzierung in Raumecken bezeichnet werden. Viele Studiomonitore bieten auch zusätzliche EQ-Optionen, mit denen der Klang der Lautsprecher weiter angepasst werden kann, um Mängel in der Hörumgebung auszugleichen. Achte auf Symmetrie, sodass die linken und rechten Lautsprecher idealerweise gleich weit von den jeweiligen Seitenwänden entfernt sind. 

Wenn Deine Lautsprecher eine offene Rückseite haben, solltest Du sie mindestens so weit von der Wand entfernt halten, wie es dem Durchmesser der Öffnung entspricht. Das sind meist etwa 5 bis 10 Zentimeter. Wenn Du Deine Lautsprecher in der Nähe der Frontwand aufstellen musst, kannst Du mit verschiedenen Abständen experimentieren, um zu sehen, welche Aufstellung zum Raum passt. Die Studiomonitore werden oft mit Anweisungen geliefert, wie weit weg von der Wand sie am besten funktionieren. Jeder Abstand über 60 cm hinaus reduziert die durch Frontwandreflexionen verursachten Probleme im Bassbereich dramatisch. Andererseits montieren Profi-Studios ihre Studiomonitore oft so in die Vorderwand, dass die Vorderseite der Lautsprecher bündig mit der Wand abschließt. Durch diese Anordnung werden die Probleme der Bassauslöschung beseitigt. In einem kleinen Raum kann das natürlich unpraktisch sein, also versuche es mit typischen Zwei-Wege-Lautsprechern in 60 bis 80 cm Entfernung. Jeder Lautsprecher muss zudem auf den gleichen Ständern, auf einem Regal oder auf Gummifüßen, um Vibrationen zu reduzieren. Platziere sie nicht auf verschiedenen Oberflächen, sonst können Wahrnehmung und Reaktion beeinträchtigt werden. 

Die Platzierung eines Subwoofers

Subwoofer sind nicht direktional, daher ist die Platzierung etwas weniger kritisch. Ein Trick, um einen guten Standort für einen Subwoofer zu finden, besteht darin, den Subwoofer vorübergehend in Deine Hörposition zu bringen und zu schauen, wo im Raum der Bassbereich am besten klingt. Dein Subwoofer verfügt möglicherweise über einen Cutoff oder Crossover Regler. Diese dienen der Anpassung an Deine Hauptmonitore. Es kann notwendig sein, die Lautsprecher von der Stand- oder Tischoberfläche, auf der sie stehen, zu entkoppeln. Andernfalls wird der Schreibtisch oder die Ständer vibrieren, was bestimmte Frequenzen absorbiert oder verstärkt. Lautsprecher Isolationsplatten helfen, Vibrationen und Resonanzen abzuschwächen, indem sie die Schwingungen absorbieren, bevor sie auf den Ständer übertragen werden können. Einfache und kostengünstige Isolationspolster können aus dichtem Schaumstoff hergestellt werden, während mehrschichtige Isolatoren noch effektiver sind. Wenn Du Deine Lautsprecher von Deinem Schreibtisch auf Ständer stellst, wird zumindest ein Mindestmaß an Isolierung erreicht und Du wirst die Vibrationen des Lautsprechers auf der Arbeitsfläche nicht spüren.

Fazit – Raumakustik Homestudio

Wie Du gesehen hast, ist die grundlegende Akustikbehandlung nicht kompliziert. Dabei stehen die vorgenommenen Verbesserungen in keinem Verhältnis zu den Kosten. Dein Raum ist schließlich ein wichtiger Teil Deines Aufnahmesystems, weshalb Du ihn keinesfalls vergessen darfst. Denn selbst das teuerste Equipment reicht nicht aus, wenn Du Deinen Raum einfach unbehandelt lässt. Wenn Du den Klang Deiner Aufnahmen verbessern und das Abmischen einfacher und angenehmer gestalten möchtest, ist eine raumakustische Behandlung der richtige Weg. 

Raumakustik Homestudio Fazit

Hier noch mal eine Zusammenfassung der Dinge, auf die Du Dich bei der akustischen Behandlung konzentrieren solltest, in der Reihenfolge ihrer Auswirkungen auf Deinen Sound:

  • Bassbereich:  Der Low-End-Bereich wird in kleinen Räumen fast immer ein Thema sein. Behandle Deine Ecken also in erster Linie mit Bassfallen. 
  • Erste Reflexionen: Dies sind die Stellen an Deiner Seite und über Deiner Hörposition, an denen die Töne aus Deinen Lautsprechern zuerst reflektiert werden und direkt in Deinen Kopf zurückprallen. Hier kannst Du mit Absorbern und Diffusion nachhelfen. Das Ziel hier ist einfach, eine reflexionsfreie Zone zu schaffen, damit Du hörst, was aus dem Lautsprecher kommt und nicht eine Kombination aus direkten und reflektierten Tönen.
  • Diffusion: Diffusion streut Reflexionen in verschiedene Richtungen, sodass Du die Wahrscheinlichkeit von akustischen Verzerrungen verringerst. Hier kommen spezielle Diffusoren zum Einsatz. Eine gute und billige Alternative ist es, ein Bücherregal dort aufzustellen, wo Du die Diffusion haben willst. Dies wird oft die Rückwand hinter Deiner Hörposition sein.

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