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Die Besten Audio Interfaces für Homerecording im Vergleich

In der heutigen digitalen Welt können wir Musiker und Producer uns echt glücklich schätzen. Während professionelle Aufnahmen einst nur in kostspieligen Tonstudios möglich waren, kann sich heutzutage jeder sein eigenes Homestudio aufbauen. Ein bedeutender Teil dessen ist das Audio Interface. Und dieses portable Aufnahmegerät gibt es heute in unzähligen Variationen von verschiedensten Herstellern – und das alles zu einem erschwinglichen Preis. Willkommen in der Welt der Audio Interfaces. Egel ob du einen Podcast aufnehmen oder einen Song produzieren möchtest. Ein Audio Interface wirkt sich maßgeblich auf die Qualität deines Ergebnisses aus.

Audio Interface Vergleich

Alle Audio Interfaces, die Du in diesem Kaufratgeber findest, wurden von mir selbst getestet oder befinden sich im regelmäßigen Einsatz in meinem eigenen Tonstudio. Da ich seit mehr als 30 Jahren Musik produziere, weiß ich worauf es bei hochwertigen Audio Interfaces ankommt und möchte Dir daher helfen, das richtige Gerät für Dich zu finden. Zusätzlich erkläre ich Dir wie ein Audio Interface und dessen Komponenten funktionieren und zeige Dir, worin es sich von einem hochwertigen Mischpult unterscheidet. 

SSL Solid State Logic SSL2+

289,00 € 298,00 €

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RME Fireface UC

929,00 €

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Focusrite Scarlett 2i2 3rd Gen

142,00 € 169,99 €

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Behringer UMC404HD U-Phoria

129,00 €

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M-Audio AIR 192 | 6

132,00 € 149,99 €

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Steinberg UR22C

151,25 €

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Native Instruments Komplete Audio 6 MK2 im Test

204,00 €

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Die besten Audio Interfaces auf dem Markt 

Wir alle wollen die beste Klangqualität für den geringsten monetären Aufwand bekommen. In den meisten Fällen ist der Preisunterschied zwischen den verschiedenen Modellen einfach eine Frage der Quantität der Ein- und Ausgänge sowie der mitgelieferten Audiosoftware. Welches Modell letztlich für Dich das „beste“ ist, hängt daher stark von Deinen Bedürfnissen ab. Für meinen Kaufratgeber habe ich viele verschiedene Audio Interfaces aus unterschiedlichen Preisklassen für Dich getestet. Diese Modelle haben dabei am meisten überzeugt:

M-Audio Air 192|6

Mit dem Air 192|6 erhältst Du ein erstklassiges Audio Interface der Marke M-Audio, mit dem Du 24-Bit/192 kHz-Aufnahmen in Studioqualität erstellen kannst. Es verfügt über ein stabiles Gehäusematerial mit einem großen zentralen Lautstärkeregler. Dank der exklusiven rauscharmen Crystal-Vorverstärkern und einer erstklassigen A/D Wandlung bietet das Air 192|6 eine hervorragende Klangqualität. Mit seinen zwei symmetrischen XLR+1/4″-Komboeingängen und zwei brandneuen 1/4″-Instrumenteneingängen, ermöglicht das Air 192|6 die Aufnahme von bis zu zwei Kanälen gleichzeitig. Für den Anschluss von Synthesizern, Sequenzern, Klangerzeugern und anderen externen MIDI-Geräten sind 5-polige MIDI-Ein- und Ausgangskanäle vorhanden. Das AIR 192|6 wird über einen Standard-USB- oder USB-C-Anschluss mithilfe eines der beiden mitgelieferten Kabel angeschlossen. Dieser erstklassige Hi-Speed-USB-Anschluss ermöglicht Dir ein latenzfreies Monitoring Deiner Inputs und vereinfacht dadurch den Aufnahmeprozess enorm. Die Gesamtkombination aus professioneller Audio-Performance, benutzerfreundlichen Funktionen und dem im Lieferumfang enthaltenen Software-Bundle der AIR-Serie, macht das AIR 192|6 zu einem erstaunlich vielseitigen, leistungsstarken Audio-Interface.

Focusrite Scarlett 2i2 3rd Gen

Das Focusrite Scarlett 2i2 ist ein USB Audio Interface der Spitzenklasse, das besonders mobile Musiker anspricht. 2i2 bezieht sich auf die Anzahl der Ein- und Ausgänge, die das Gerät besitzt – 2 Hybrid-XLR/1/4″ TRS-Klinkeneingänge auf der Vorderseite und 2 symmetrische Monitorausgänge auf der Rückseite. Da symmetrische Ausgangskanäle weniger Rauschen und Brummen erzeugen als unsymmetrische, kannst Du Deine Studiomonitore ohne Einbußen in der Audioqualität mit dem Interface betreiben. Anders als das Focusrite Saffire 6 (ein älteres Modell), das nur mit 44,1 oder 48 kHz aufnehmen kann, erlaubt Dir das Scarlett 2i2 auch in 24-Bit-Auflösung und mit einer Abtastrate von 96 kHz aufzunehmen. 

Auch die Vorverstärkung überzeugt, da Focusrite einen der besten Vorverstärker in der Branche herstellt. Darüber hinaus läuft das Scarlett 2i2 auch mit niedrigen Puffereinstellungen einwandfrei. Auch die Latenz beim Monitoring ist erstaunlich niedrig. Sie beläuft sich auf etwa 6 Millisekunden, sodass es keine hörbaren Verzögerungen gibt, wenn Du zum Beispiel Gesang aufnimmst und über Kopfhörer (hier kommt du zu unserem Kopfhörer Vergleich) abhörst. Ein weiterer wichtiger Aspekt dieses USB Audio Interfaces sind die Halo Pegelanzeigen. Während der Aufnahme leuchtet der Gain-Regler auf. Grün bedeutet, dass Dein Pegel in einem angemessenen Bereich liegt und rot bedeutet, dass Dein Signal übersteuert. Alles in allem ist Focusrite Scarlett 2i2 wahrscheinlich das beste Audio Interface für Musiker, die versuchen, zu Hause ein kleines Studio einzurichten. Es eignet sich auch perfekt für DJs, die ihre Laptops an ein PA-System anschließen möchten.

Steinberg UR22C – USB 3

Das Steinbergs UR22C – USB 3 besticht durch seine erstklassige Klangqualität sowie fortschrittliche Anschlussmöglichkeiten, die es zum perfekten Interface für die breite Masse machen. Die Bezeichnung USB 3 bezieht sich auf die geschwindigkeitsreiche Verbindung via USB 3.0. Das Interface verfügt dank seiner zwei Mikrofon-/Line-Eingänge, schaltbarer Phantomspeisung, MIDI-I/O und TRS-Hauptausgänge über genügend Verbindungsoptionen. Ein weiterer Pluspunkt ist der D-PRE-Mikrofonvorverstärker, der für einen satten, klaren Sound sorgt. Mitenthalten ist zudem ein kostenloser Download von Cubase AI, die Light-Version von Steinbergs Produktionssoftware.

Behringer UMC404HD U-Phoria USB

Das Behringer U-Phoria UMC404HD ist ein weiteres erschwingliches 4-Kanal USB-Audio Interface mit einer Fülle von Ein- und Ausgangsmöglichkeiten. Es verfügt über vier Combo-Klinkeneingänge mit transparenten Vorverstärkern. Dies ermöglicht die gleichzeitige Aufnahme von bis zu vier Soundquellen. Jeder Kanal verfügt außerdem über separate Bedienelemente, darunter Pad-Schalter, Line/Instrument-Schalter und Gain-Regler. Um das Monitoring noch komfortabler zu gestalten, ist das UMC404HD mit A/B-Monitor-Umschaltung, Stereo/Mono-Schalter und Monitor-Mix ausgestattet. Darüber hinaus wird es auch mit einer Audiosoftware und Plugins geliefert. Alles in allem bietet das Behringer U-Phoria UMC404HD ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.  

Native Instruments Komplete Audio 6 MK2

Das Native Instruments Komplete Audio 6 Mk2 ist ein 6-Kanal USB Audio Interface mit einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis (hier kannst du den ausführlichen Testbericht zum Native Instruments Komplete Audio MK2 durchlesen). Denn neben einem sehr hochwertigen Interface erhältst Du in diesem Bundle auch eine erstklassige Softwaresammlung mit Instrumenten, Effekten, Samples, Loops und Plugins aus dem Hause Native Instruments.  Das Komplete Audio 6 Mk2 bietet hochauflösende Aufnahmen bis zu 24 Bit / 192 kHz und verfügt über zwei XLR-1/4″-Combo-Eingänge mit schaltbarer Phantomspeisung, einzelnen Verstärkungsreglern und Line-/Instrumenten-Schaltern sowie zwei 1/4″-Line-Eingänge auf der Rückseite. Außerdem bietet es S/PDIF-Stereo-Digital-I/O und herkömmliche 5-polige MIDI-Eingangs- und Ausgangsbuchsen für den einfachen Anschluss beispielsweise eines Midi-Keyboards. Vier 1/4″-Ausgänge stehen für den Anschluss von Monitoren oder CV-steuerbaren Synthesizern zur Verfügung. Ebenso erwähnenswert ist die Direktmonitoring-Funktion des Interfaces, die für ein latenzfreies Monitoring sorgt. Dabei hast Du einen Mix-Regler zur Verfügung, der eine benutzerdefinierte Mischung von Eingangs- und Wiedergabesignalen ermöglicht.

SSL2 / SSL2+ (Solid State Logic) 

Der professionelle Audio-Hersteller Solid State Logic hat mit seinen neuen USB Interfaces SSL 2 und SSL 2+ den Schritt in die Welt des Schlafzimmer-Studios gewagt. Der Hauptunterschied zwischen den beiden Modellen besteht darin, dass das 2+ Audio Interface über zusätzliche 2 Ausgänge, einen MIDI-Ein-/Ausgang und einen unabhängigen Kopfhörerausgang verfügt. Ansonsten sind die Eingangskonfigurationen, der Aufbau und die Spezifikationen identisch. SSL2 und SSL2+ verfügen beide über zwei Kombi-Mikrofon/Line-Eingänge mit Hi-Z-Optionen zum Umschalten zwischen Gitarren- und Bass-Signalen oder denen von Synthesizern und Drumcomputern. Die schaltbare +48v-Phantomspeisung ermöglicht auch die Verwendung von Kondensatormikrofonen. 

Die Ausgänge beider Modelle sind Standardbuchsen, wobei die zusätzlichen Ausgänge der 2+ als Phono-Anschlüsse ausgeführt sind. Mittels Drehregler an der Vorderseite des 2+ kannst Du den Ausgangspegel des Kopfhörerausgangs regeln. Im Vergleich zu Interfaces, die doppelt so viel kosten, ist der Abhörklang beider Solid State Logic-Modelle genauso gut, wenn nicht sogar besser. Was die Aufnahme betrifft, so ist sie kristallklar, und es gab nur sehr wenig oder gar kein Rauschen. 

Motu M4

MOTU ist nicht für mehrkanalige Audio Interfaces der Einsteigerklasse bekannt. Umso erfreulicher, dass es mit dem Motu M4 mittlerweile auch ein sehr preiswertes 4-Kanal USB Audio Interface gibt. Auf der Vorderseite befinden sich 2 x XLR/TRS-Mikrofon/Line/Hi-Z-Gitarreneingänge mit unabhängiger Vorverstärkung, 48V-Phantomspeisung und ein separater Monitorschalter für jeden Eingang. Auch die Vorverstärker des Motu M4 wissen zu überzeugen und liefern eine starke Soundqualität, auch bei höheren Gain-Einstellungen.

Seine SABRE32 DAC-Technologie macht das Motu M4 zu einem Gerät mit hohem Dynamikbereich. Dieser beträgt 120dB, was weit höher ist als bei allen anderen Interfaces der Preisklasse. Der USB-C-Anschluss ermöglicht einen ultraschnellen Betrieb und erfasst die Daten mit einer Geschwindigkeit von bis zu 10 GBPS. Daraus ergibt sich eine sehr niedrige Round Trip Latency von 2,5 Millisekunden (bei 96 kHz mit einer Puffergröße von 32). Darüber hinaus verfügt das Motu M4 über eine Abtastrate von bis zu 192 kHz. Wenn Du nach einem professionllen Audio Interface suchst, machst Du mit diesem Gerät nichts falsch. Es liefert Dir einen klaren Ton, mit dem sich hochwertige Ergebnisse erzielen lassen. Ich kann das Motu M4 auch für Besitzer von Heimstudios empfehlen, die nicht mehr als 4 Instrumente aufnehmen.

RME Fireface UC

Das RME Fireface UC ist ein professionelles, kompaktes Audio Interface der Marke RME-Audio. Der Preis mag auf den ersten Blick hoch erscheinen, aber nach einmaliger Benutzung wirst Du feststellen, dass Dein Geld gut investiert wurde. Die Vorverstärker sind erstklassig und ermöglichen sehr klare Aufnahmen. Es bietet Dir sogar die Möglichkeit, die Eingangsimpedanz von 10 Ohm auf 470 Ohm umzuschalten. Insgesamt bietet das Fireface UC ganze 36 Kanäle. Darunter 2 Eingänge für XLR/TRS Mic/Inst/Line, sowie 2 Eingänge für Line/Instrument Input. Die Rückseite dieses Premium-Gerätes bietet einige nette Features, mit einem Ein/Aus-Schalter, Optionen für Bus-Power (USB 2.0) oder einen Netzstecker, MIDI I/O, ADAT I/O, SPDIF I/O und Wordclock I/O.

Was ist ein Audio Interface?

Bei den Audio Interfaces handelt es sich um Peripheriegeräte (externe Hardware), mit deren Hilfe Du das Signal Deiner Mikrofone (hier kommst du übrigens zu unserem großen Mikrofon Test) und Instrumente an Deinen Computer sendest. Du kannst Dir das Audio Interface als Bindeglied zwischen Deiner externen Soundquelle und Deinem Computer, bzw. Deiner DAW vorstellen. Es fungiert als Wandler von analogen und digitalen Signalen bei Studio- oder Homerecordings. Wenn Du zum Beispiel Deinen Gesang aufnimmst, wandelt das Audio Interface dieses analoge Signal in digitale Audioinformationen um. Diese werden dann über eine Verbindung, die Thunderbolt, USB, Firewire oder eine spezielle PCI/PCIe-Karte sein kann, zu Deinem Computer transportiert. Wenn Du Dir Deine Aufnahme anhören möchtest, führt das Audio Interface eine Wandlung in umgekehrter Richtung durch. Es empfängt die digitalen Audioinformationen von Deinem Computer und wandelt sie in ein analoges Signal um, das Du in Deinen Kopfhörern oder Studiomonitoren hörst.

Audio Interface Homerecording

Mit einem professionellem Audio Interface wird dir ein deutlich professionelleres Homerecording ermöglicht!

Die einzelnen Komponenten des Audio Interface

Auch wenn die heutigen Audio Interfaces unkompliziert daherkommen und im Vergleich zu einem Mischpult einfacher zu handhaben sind, kommt man als Anfänger bei all den Komponenten und Bezeichnungen leicht durcheinander. Im Folgenden findest Du eine Übersicht der wichtigsten Komponenten eines Interfaces:

Inputs und Outputs 

Die meisten Hersteller stellen mehrere Varianten desselben Audio-Interface-Typs her. Meistens unterscheiden sich diese Varianten nur durch die Anzahl der Ein- und Ausgangskanäle, über die das Audio Interface verfügt. Je mehr Eingänge Du besitzt, desto mehr Spuren kannst Du zur gleichen Zeit aufnehmen. Je mehr Ausgänge Du besitzt, desto mehr Spuren kannst Du gleichzeitig an mehrere Audioziele senden. Im Folgenden sind die standardmäßig vorhandenen Inputs aufgeführt, die Du in Audio Interfaces findest:  

  • Mikrofoneingang (oft als Mic Input bezeichnet)
  • Line-Eingang: wird für E-Gitarre, E-Bass usw. verwendet
  • MIDI: wird zum Beispiel für Midi-Keyboards, Klangerzeuger oder elektronische Schlagzeuge verwendet  

Die meisten Audio Interfaces verfügen auch über Hybridanschlüsse, die sowohl Mikrofon- als auch Instrumentenkabel unterstützen. Dem gegenüber stehen die gängigen Outputs:

  • Kopfhöreranschluss: Dies ist wahrscheinlich der naheliegendste, aber dieser Ausgang sendet normalerweise alles, was auf dem Master-Kanal der Digital Audio Workstation (DAW) liegt an Deine Kopfhörer, sodass Du Dir die Mischung anhören kannst.
  • Monitor-Ausgänge: So ziemlich jedes Interface hat eine Art Monitor-Ausgang. Diesen benötigst Du, um das Signal Deiner DAW via Audio Interface an Deine Studiomonitore oder Lautsprecher zu senden. Auf der Rückseite des Geräts werden die Monitorausgänge als Monitor- oder Main Out gekennzeichnet und sind mit L und R beschrieben, damit Du weißt, welche Leitung zum linken und zum rechten Lautsprecher führen soll. Wenn du dich explizit über die besten Aktivlautstärker informieren möchtest, klicke einfach auf den farblich markierten Link.
  • MIDI Output: Die Grundfunktionalität eines MIDI-Ausgangs besteht darin, Kontrollinformationen an ein Gerät zu senden: einen Synthesizer, ein Modul oder etwas, das über einen Midi-Eingang verfügt.

Mikrofonvorverstärker

Die Mikrofonvorverstärker sind die Schaltungen innerhalb des Audio Interfaces, die das Signal des angeschlossenen Mikrofons verstärken. Sie sind eine der Grundvoraussetzungen für einen durchsetzungsfähigen Sound. Einige Audio Interfaces sind sehr teuer, da sie über hochwertige Mikrofonvorverstärker verfügen, die das Mikrofonsignal sauber und rauschfrei verstärken. Aber es gibt dank des technischen Fortschritts auch eine Menge erschwinglicher Interfaces mit soliden Vorverstärkern auf dem Markt. 

Audiokonverter

Im Zusammenhang mit den meisten Audio Interfaces wirst Du den Begriff „unterstützte Abtastraten“ sehen, zusammen mit Zahlen wie 44,1 kHz, 88,2 kHz, 96 kHz und 192 kHz. Dies zeigt, wie gut das Interface bei der Wandlung Deines aufgenommenen, analogen Audiosignals (analog Audio) in digitale Signale ist. Natürlich gilt: je höher die Abtastrate, desto besser die Audioqualität und desto größer die Datei. Audiofachleute zahlen hohe Beträge für Schnittstellen mit hochmodernen Wandlern. Denn selbst wenn Du das beste Mikrofon, den besten Mikrofonvorverstärker und den besten Sänger hast, kann ein minderwertiger Audiokonverter Dein Audiosignal und den resultierenden Ton ruinieren. Ebenso wandelt der Wandler das digitale Signal von Deinem Computer zurück in ein analoges Signal, sodass Deine Lautsprecher es wiedergeben können. 

Monitoring

Jedes Interface verfügt auch über Komponente für das Monitoring. Diese bestehen in der Regel aus einem Lautstärkeregler, einem Cue-Ausgang (oder Kopfhöreranschluss) und eventuell einem Umschalter zum Umschalten zwischen verschiedenen Paaren von Lautsprecherausgängen. Je mehr Monitoring-Optionen eine Schnittstelle hat, desto kostspieliger wird sie in der Regel sein.

Knöpfe, Regler und Bedienelemente

Dies sind die gängigsten Knöpfe und Regler, die Du in Audio Interfaces finden wirst: 

Audio Interface Bedienelemente

Ähnlich wie bei einem Mischpult, findest du auch bei einem Audio Interface jede Menge unterschiedliche Bedienelemente. Die wichtigsten werden dir nun im Folgenden vorgestellt.

Input Gain:

Mittels des Input Gain (auch als Preamp Gain oder auf deutsch Eingangsverstärkung bekannt), stellst Du den Pegel des Eingangssignals ein. Diese Drehregler haben, genau wie die Parameter eines Verstärkers, bei 12 Uhr eine „0“-Einstellung und können nach links und rechts gedreht werden, um das Signal zu verringern bzw. zu erhöhen. Eine positive Einstellung dieses Reglers hilft bei Instrumenten, die zu leiseren Signalen neigen, wie z.B. passive Tonabnehmer und einige Mikrofone. Diese leisen Signale werden allgemein als niederohmige oder „low-z“-Signale bezeichnet. Signale mit niedriger Impedanz haben eine niedrigere Spannung und eine geringere Energie und müssen daher durch Anpassung der Vorverstärkung ausgeglichen werden.

Umgekehrt empfehle ich Dir, auch die Eingangsverstärkung (-) bei sehr hochohmigen („high-z“) Eingängen zu verringern. Hochohmige Instrumente, die über aktive Tonabnehmer verfügen, werden naturgemäß lauter, da sie mehr Spannung oder, anders ausgedrückt, mehr Energie liefern. Du solltest mit den Vorverstärkereinstellungen vorsichtig sein. Wenn Du Deinen Vorverstärker beim Anschließen eines Mikrofons oder Instruments zu hoch aufdrehst, kann dies zu lauten „Knackgeräuschen“ führen, die Schäden verursachen können, da diese Töne fast immer über 0 dB liegen. Um den Eingangspegel zu überwachen, hilft Dir eine Pegelanzeige, die Dir entweder mittels Farben oder Zahlen anzeigt, in welchem Bereich Du Dich befindest. Die Pegelanzeige ist eine Grundvoraussetzung, um die Lautstärke Deines Inputs zu kontrollieren und ist in jedem professionellen Peripheriegerät enthalten.

Audio-Clipping-Anzeige:

In der Regel führt eine zu laute Vorverstärkung dazu, dass Dein Audiosignal abgeschnitten wird oder zu viel Rauschen durchdringt. Dies ist schwer zu beheben und kann Deine Aufnahme zerstören, unabhängig davon, wie stark Du das Signal nachbearbeitest. Wenn Du Schwierigkeiten hast zu erkennen, wann ein Signal zu laut ist, findest Du normalerweise eine Anzeige (roten Punkt), der aufleuchtet, wenn das Signal zu laut ist und mit dem Clipping beginnt. Ich weiß, wie verlockend es ist, mit der Lautstärke bekannter Interpreten mitzuhalten. Du solltest jedoch versuchen, Deine Tracks so aufzunehmen, dass der höchste Peak, also der lauteste einzelne Ausschlag eines Tracks, höchstens bei -6dB liegt. Für die Anhebung der Lautstärke stehen Dir das Mischen und Mastering zur Verfügung.

Output Gain:

Für den Ausgang gelten die gleichen Regeln wie für den Eingang. Diese beiden Regler sollten zusammen im Einklang verwendet werden, um ein moderates Signal zu formen. Du musst also ein Gleichgewicht zwischen Eingangs- und Ausgangsverstärkung finden, um einen Ausgangspegel zu erreichen, den Du für Deine Aufnahmen benötigst.

Headphones:

Kopfhörer haben in der Regel eigene, vom Ausgang getrennte Regler. Sie verändern nicht den eigentlichen Ausgangspegel selbst, sondern nur, wie laut Du es wahrnehmen wirst – wie ein Lautstärkeregler auf Deinem Smartphone.  

48V – auch bekannt als Phantomspeisung:

Die Phantomspeisung ist eine Funktion der meisten Audioschnittstellen, die die Signalquelle, z. B. ein Mikrofon, mit zusätzlich Strom/Spannung versorgt. Dies ist insbesondere bei Kondensatormikrofonen notwendig, da diese ohne die 48V Phantomspeisung nicht ausreichen Spannung erhalten. Dies hat zur Folge, dass sie nicht laut genug sind, bzw. kein Signal abgeben.

Welche Arten von Audio Interfaces sind auf dem Markt verfügbar?

In der Musikindustrie steht die Technologie nicht lange still. Einst ein Standard in der Musikindustrie, kann in ein paar Jahren veraltet sein. Hier ein kurzer Überblick zu den gängigsten Arten von Audio Interfaces:

Audio Interface Arten

Im Folgenden stelle ich dir die 4 wichtigsten Audio Interface Arten im Schnelldurchlauf vor.

Thunderbolt Audio Interface

Aufgrund seiner unglaublich hohen Geschwindigkeit und niedrigen Latenzzeit ist Thunderbolt der neue Referenzstandard für die Verbindung von Audio Interfaces. Die neueste Version Thunderbolt 3 (auf den neuesten Macs zu finden) ist doppelt so schnell wie Thunderbolt 2 und 8-mal schneller als USB 3. Sie unterstützt Geschwindigkeiten von bis zu 40 Gbps und Kabellängen von bis zu 100 Metern. Es gibt viele High-End-Interfaces, die inzwischen Thunderbolt unterstützen. Immer mehr Marken, wie Focusrite und Presonus setzen auf diese Technik.

Firewire Audio Interface

Der Vorteil von FireWire ist, dass es Daten mit einer konsistenteren Rate als USB überträgt, was es etwas zuverlässiger macht, wenn Du mehrere Kanäle gleichzeitig aufnimmst. Zwar gibt es noch einige Nutzer von Firewire, doch es scheint, dass die meisten Firmen und Computermarken diese Art der Verbindung aufgeben. Vor Jahren waren alle Mac-Desktop-Geräte und Macbook-Laptops mit Firewire-Anschlüssen ausgestattet. Die neueren Modelle verfügen nur noch über USB-C- und Thunderbolt-Anschlüsse. Und obwohl Firewire-Anschlüsse in höherwertigen Windows-Laptop- und Motherboard-Einheiten verfügbar sind, sieht es so aus, als ob immer weniger Desktops und Laptops diese Art von Anschluss bieten. Wenn Du an einem Desktop-Computer arbeitest und aus irgendeinem Grund immer noch Firewire Interfaces verwenden möchtest, kannst Du eine Firewire PCIe-Karte installieren, um Deinem PC Firewire-Ports hinzuzufügen.

USB Audio Interface

Der Vorteil von USB (3.0, 2.0 und 1.1) besteht darin, dass es viele Interfaces gibt, die über den USB-Bus mit Strom versorgt werden können (statt über ein externes Netzteil). Dies ist vorteilhaft, wenn Du vorhast, mobile Aufnahmen mit Deinem Laptop zu erstellen. So gut wie alle Desktop-Computer, Laptops und mobile Geräte sind damit ausgestattet. Auch wird es von den unterschiedlichen Systemen unterstützt, von Windows, OSX, Android bis hin zu Linux usw. Obwohl der Typ des Steckverbinders etwas verwirrend sein kann (Mini, Mikro, Typ-A, Typ-B, USB-C), kann man mit Sicherheit sagen, dass die USB Audio Interfaces zu einem Standard geworden sind.

PCIe Audio Interface

PCIe (PCI Express) ist ein internes kartenbasiertes Interface, was bedeutet, dass Du dieses nicht mit Laptop-Computern verwenden kannst. Wenn Du Dein Audio Interface effektiv in die Hauptplatine Deines Computers einbaust, kannst Du einige der Datenkonvertierungsprozesse umgehen, die Latenzen verursachen und die Bandbreite begrenzen. Die Mehrzahl der PCIe Audio Interfaces sind für hohe Spurzahlen und die von professionellen Studios geforderte Geschwindigkeit ausgelegt. Sie sind daher auch teurer als FireWire oder USB Interfaces. Dennoch gibt es einige erschwingliche PCIe-Geräte, die es selbst Einsteigern ermöglichen, die Vorteile dieses Formats zu nutzen.

Was solltest Du beim Kauf Deines Audio Interfaces beachten?

Heutzutage gibt es unzählige Modelle nur einen Klick entfernt. Doch bevor Du voreilig eine Entscheidung triffst und dadurch vielleicht ein Audio Interface auswählst, dass Deinen Ansprüchen nicht gerecht wird, möchte ich Dir zeigen, worauf Du vor dem Kauf achten solltest: 

Dein Budget 

Die heutigen Preise für Audio Interfaces variieren stark, von 40 Euro bis zu einigen tausend Euro. Im Allgemeinen bieten die teureren Audioschnittstellen mehr als die günstigeren. Sie enthalten in der Regel mehr Funktionen wie zum Beispiel: 

  • mehr Vorverstärkung 
  • mehr Inputs und Outputs
  • bessere Leistung
  • bessere Komponenten
  • solide physikalische Qualität
  • enthaltene Audiosoftware

Durch die zunehmende Beliebtheit von Homerecording- und Schlafzimmermusikern gibt es mittlerweile jedoch auch sehr hochwertige Audio Interfaces in einem niedrigeren Preissegment. 

Deine Bedürfnisse / Dein Vorhaben

Bei der Wahl Deines Audio Interface kommt es natürlich auch darauf an, wofür Du es einsetzt. Wenn Du nur Gesang aufnehmen willst, brauchst Du ein Audio Interface mit einem XLR-Mikrofoneingang und einem guten Mikrofonvorverstärker. Hier reicht Dir oftmals ein einfacher Mikrofoneingang. Wenn Du jedoch eine elektrische Gitarre aufnehmen möchtest, benötigst Du ein Interface mit Line-In. Wenn Du hingegen Audio von Synthesizern oder Grooveboxen aufnehmen möchtest, benötigst Du auch ein Interface mit einem TRS-Klinken-zu-Klinken-Line-Eingang. Wenn Du zum Beispiel ein Kondensatormikrofon hast, benötigst Du eine 48V-Phantomspeisung von Deinem Interface. Dies sollte jedoch kein großes Problem darstellen, da fast alle Audio-Interfaces bereits über eine Phantomspeisung verfügen.

Du solltest Dich auch fragen, wie viele Instrumente Du gleichzeitig aufnehmen möchtest. Wenn Du nur ein Instrument nach dem anderen aufnimmst und Deine Aufnahmen layerst, sollten ein oder zwei Eingänge ausreichen. Möchtest Du aber mehrere Quellen gleichzeitig aufnehmen, z.B. eine ganze Band oder ein Streicherensemble, benötigst Du mehrkanalige Interfaces mit mindestens 4 oder 8 Eingängen.  

Viele Leute ziehen es auch vor, einfach nur Beats zu produzieren, Songs zu komponieren, die alle „In the Box“ erstellt werden.  Das bedeutet, dass Du Deinen Computer nur mit der DAW und Sequenzern benutzt, ohne echte Hardware oder Instrumente. Dafür wird jedes Audio Interface funktionieren, allerdings kommst Du hier auch ohne Eingänge aus. Diese Art von Interfaces werden auch Audio-DAC (Digital to Analog Converter) genannt.     

Audio Interface Einsatzzweck

Was das richtige Audio Interface für dich ist, hängt unter anderem vom geplantem Einsatzzweck ab.

Der Verbindungstyp

Oben habe ich bereits die verschiedenen Verbindungsarten eines Audio Interfaces erläutert. Obwohl die USB Interfaces die gebräuchlichsten auf dem Markt sind, hängt die Art der Verbindung, die Du benötigst, stark von Deinem Laptop oder Computer ab.

Mobilität 

Wenn Du es vorziehst, Deine Musik überall aufnehmen zu können, wäre eine USB Interface die beste Wahl. In diesem Fall ist es auch wichtig, dass Du ein robustes Interface mit einem soliden Gehäusematerial (Metall) wählst. Wenn Du nur zu Hause oder im Studio Musik produzierst, dann empfehle ich ein Audio Interface mit externer Stromversorgung. Zusätzlich gibt es auch noch batteriebetriebene Interfaces mit SD-Kartensteckplatz, die dazu dienen, ohne Laptop aufnehmen zu können. 

MIDI 

Es gibt viele Musiker, die Synthesizer, Grooveboxen oder Klangerzeuger (Sampler) verwenden. Im Allgemeinen diejenigen, die mit elektronischer Musik und Sounddesign arbeiten. In diesem Fall empfehle ich ein Audio Interface mit MIDI-Eingang-Ausgang, um Deine Geräte direkt an Deinen Computer anzuschließen. Die gute Nachricht ist, dass die meisten der heutigen Interfaces bereits mit MIDI-Ports ausgestattet sind. Darüber hinaus kannst Du Dir einen MIDI-zu-USB-Konverter besorgen, um Deine Geräte direkt an den PC anzuschließen oder ein reines MIDI Interface benutzen, dass ohne Audiofunktionen daherkommt. 

Zukünftige Erweiterbarkeit 

Wenn Du bisher nur kleine Aufnahmen durchgeführt hast, aber vorhast, Dein Studio oder Deine Ausrüstung in Zukunft zu erweitern, dann musst Du einige Funktionen des Interfaces in Betracht ziehen. Da wäre zunächst der SPDIF-Anschluss. Er sieht aus wie die RCA-Anschlüsse eines Fernsehers, aber er überträgt das digitale Stereo-Audiosignal. Du kannst den Monitorausgang Deines Audio Interfaces aufrüsten, indem Du es über diesen Anschluss an einen High-End-DAC verbindest oder 2 weitere Eingänge hinzufügst, indem Du einen Vorverstärker mit digitalem Ausgang anschließt.

Der nächste Anschluss heißt ADAT Lightpipe. Diese überträgt mehrere digitale Signalströme über ein Glasfaserkabel. Er ist in der Lage, 8 Kanäle von Audiosignalen in einem einzigen Kabel zu übertragen. Über diese Verbindung kannst Du 8 zusätzliche Eingänge und/oder Ausgänge hinzufügen.

Es gibt auch eine spezielle Art von digitaler E/A-Verbindung namens AES/EBU, die wie ein normaler XLR-Stecker aussieht. Dieser Anschluss wird hauptsächlich für hochwertigere Interfaces verwendet. Es gibt aber auch einige Mid-Level-Interfaces, die diesen Anschluss aufweisen.

Software und Support

Die Leistung von Audio Interfaces hängt stark von ihrer Treibersoftware ab. Ein „Gerätetreiber“ ist ein Stück Software, das eine bestimmte Hardware auf Deinem Computer steuert und mit dem Betriebssystem und der verwendeten Software kommuniziert. Hersteller wie Lynx und RME erhalten hervorragende Kritiken, weil ihre Treiber hochzuverlässig sind und eine solide Leistung bieten, störungsfrei sind und neben anderen Interfaces eine sehr geringe Latenzzeit liefern. Auf der Website der Hersteller siehst Du, ob deren Treiber regelmäßig aktualisiert werden. 

Eine große Anzahl von Interfaces wird auch mit Audiosoftware gebündelt geliefert. Dies ist sehr nützlich für Anfänger, besonders für diejenigen, die noch keine DAW besitzen. Presonus-Interfaces werden meistens mit Studio One geliefert, Focusrite gibt ihre Red oder Midnight Plugin-Suite und Cubase LE, und Novation-Produkte werden normalerweise mit Ableton Live Lite geliefert.

Extras und Besonderheiten 

Viele Audio Interfaces bieten zusätzliche Features, die den Musikern und Ingenieuren mehr Möglichkeiten bieten. Auf der anderen Seite gibt es auch viele Audio-Geräte, die die Funktionen der Interfaces erweitern können.

Mischpult:

Dies ist sehr nützlich für diejenigen, die eine große Anzahl von Kanälen aufnehmen möchten, während sie vor Ort mischen. Zum Beispiel bei der Aufnahme einer Live-Performance.

Synth- und Midi-Keyboard:

Produzenten elektronischer Musik und Sounddesigner könnten von einer Kombination aus MIDI-Performance und Audio Interface profitieren. Es gibt sie in Form eines MIDI-Keyboards, eines eigenständigen Synthesizers oder von Pads. 

Monitor-Controller:

Diese Interfaces können Input von mehreren Quellen wie dem PC und Smartphone an mehrere Ausgänge oder Lautsprecher leiten. 

Gitarrenvorverstärker/Interface:

Dies ist ein sehr spezifisches Interface, das für Gitarristen und Bassisten gedacht ist. Diese Art von Interface ist gleichzeitig ein vielseitiger Gitarrenvorverstärker, der von Deiner DAW aus angepasst wird und auch die Notwendigkeit eines Gitarrenverstärkers ersetzen kann.

DJ-Controller:

Für DJs bieten einige Hersteller auch spezifizierte DJ-Mixer mit Audio Interface-Fähigkeiten an.

DSP-gespeiste Interfaces:

Dieses Audio Interface ist mit einem internen DSP-Prozessor ausgestattet. Du kannst damit Plugins in Echtzeit ausführen, ohne die Rechenleistung Deines Computers zu belasten.

Bundles:

Einige Interfaces werden als Bundle angeboten, normalerweise mit Mikrofon und Kopfhörer, sowie einer Audiosoftware. Sehr praktisch für Einsteiger. 

Zusammenfassung: 

Um eine Audioschnittstelle zu wählen, die Deinen Bedürfnissen entspricht, musst Du folgende Dinge tun: 

  • Entscheide, was Du vorhast: Solo-Aufnahme, Mehrspuraufnahme, Mix/Master, DJ-ing usw
  • Wähle eine Anschlussart, die zu Deinem Computer und den Betriebsbedingungen passt
  • Entscheide, ob Du die zusätzlichen Funktionen benötigst oder nicht
  • Lege Dein Budget fest und begib Dich auf die Suche innerhalb dieser Preisklasse
  • Sieh Dich auf Rezensions-Webseiten und Online-Foren um, um Anwenderberichte über die Leistung, sowie die Vor- und Nachteile des Interfaces herauszufinden.

Audio Interface vs. Mischpult 

Einsteiger sind sich oftmals nicht sicher, ob sie ein Mischpult oder ein Audio Interface benötigen. Dies ist nicht verwunderlich, insbesondere bei den vielen modernen Mischpulten, die jetzt mit USB-Anschlüssen ausgestattet sind, die wiederum ähnliche Funktionen wie Audio Interfaces bieten. Zunächst müssen wir die beiden unterscheiden: 

Audio Interface oder Mischpult

Audio Interface oder Mischpult? Beides hat seine Vor- und Nachteile.

Audio Interface

Ein Audio Interface stellt die Qualität und hohe Auflösung der Tonaufnahme sicher und ermöglicht gleichzeitig die Erstellung von Aufnahmen aus mehr als einer Quelle. Ein hochwertiges Audio Interface ist eine wesentliche Komponente bei der Produktion von computergestütztem Ton. 

Es gibt sie in verschiedenen Größen, sie sind portabel und leicht zu transportieren. Der Anschluss an den Computer erfolgt über USB, FireWire, PCMCIA/ExpressCard und PCI. Wenn ein Künstler ein oder zwei Mikrofone zur Aufnahme verwendet, sind USB-Anschlüsse der Standard. Wenn jedoch bei der Aufnahme ein Overdubbing stattfindet und mehrere Töne gleichzeitig verwendet werden, dann empfehle ich einen FireWire-Anschluss. 

Audio Interfaces verfügen zudem über eingebaute Mikrofonvorverstärker, die das Mikrofonsignal verstärken. Sie werden häufig dann verwendet, wenn eine professionelle Soundqualität erforderlich ist und hochwertige Mikrofone und Instrumente angeschlossen werden, deren Sound an den Computer geleitet wird. Das Audio Interface fungiert als Soundkarte des Computers und ermöglicht den Anschluss einer Vielzahl von digitalen und analogen Signalen. Wenn Du diese Funktionen mit Soundeffekten, Equalizer und Fader kombinieren willst, ist ein Mischpult mit einem eingebauten Interface ebenfalls empfehlenswert. 

Vorteile eines Audio Interfaces

  • Mobiler Einsatz: Die meisten von ihnen sind recht klein und passen in fast jede Tasche. Das ist von Vorteil, wenn Du flexibel bleiben möchtest.
  • Hochwertiger Wandler: Da ein Audio Interface ausschließlich dafür ausgelegt ist, ein analoges Tonsignal in digitale Informationen umzuwandeln, sind die Wandler eines Interfaces von höherer Qualität als die eines Mischpults.
  • Mit einem Audio Interface kannst Du auch die Qualität der Aufnahmen (Abtastrate und Bit-Tiefe) innerhalb der DAW ändern. Normalerweise kannst Du zwischen den folgenden Einstellungen wählen: 44,1 Khz, 48 Khz, 88,2 Khz, 96 Khz oder höher bei 24 Bit.
  • Aufrüstbarkeit: Audio Interfaces der höheren Preisklasse lassen sich auch aufrüsten. So kannst Du Dein Setup mit externen Wandlern und Vorverstärkern erweitern.

Die Nachteile eines Audio Interfaces:

  • Kein Equalizer oder anderwärtige eingebaute Effekte.
  • Weniger Kontrollmöglichkeiten als bei einem Mischpult
  • Nicht für den Live-Einsatz bestimmt

Mischpult

Mischpult Möglichkeiten

In der Regel bietet dir ein Mischpult mehr Möglichkeiten, als ein Audio Interface.

Ein Mischpult nimmt mehrere Tonsignale, kombiniert sie miteinander und erzeugt ein oder mehrere Ausgangssignale. Durch die Anpassung der Pegel und die Beeinflussung des Tons mittels Effekten ist es die Aufgabe des Mischpults, alle Töne miteinander zu kombinieren, um ein harmonisches Kollektiv zu schaffen. Mischpulte verfügen über Equalizer und Lautstärkeregler für jeden einzelnen Kanal, was eine bessere Kontrolle über jeden Ton ermöglicht, der in den Computer gelangt.

Ein Mischpult hat mehrere verschiedene Komponenten. Bei den Inline-Konsolen befinden sich der Eingangs- und der Monitoringbereich im selben Channel Strip, während sich die Eingänge eines Split-Mischpults auf verschiedenen Teilen der Platine befinden. Die Eingänge sind der Zugangspunkt für die vielen Tonquellen in das Audiomischpult. Der Equalizer bietet die Möglichkeit, die Frequenzen für jeden Kanal einzustellen und zu kontrollieren. Die Komponenten des AUX-Kanals hingegen ermöglichen es Deinem Mischpult, den Ton von einer sekundäre Einspeisung des Kanals an ein anderes Gerät zu senden. 

Mit einem Pan-Regler bestimmst Du die Richtung bestimmter Kanäle, das heißt wie stark das Tonsignal zu einem der beiden Stereoausgänge geleitet wird. Außerdem gibt es einige Fader. Dabei handelt es sich um Schieberegler, die dazu dienen, die Präsenz jedes einzelnen Kanals zu erhöhen oder zu verringern, bevor es zum finalen Ausgangspegel wird. 

Aufgrund der vielen Komponenten und Fähigkeiten ist das Mischpult in der Regel größer als ein Audio Interface, kostet mehr und ist für den stationären Einsatz gedacht. Es ist daher nicht tragbar und leicht zu manövrieren wie ein Audio Interface. Neben dem Homestudio werden die meisten digitalen Mischpulte für Auftritte und große Tonaufnahmeprojekte verwendet. Audioprojekte wie Film-Soundtracks, die Fertigstellung eines Albums oder der Betrieb eines PA-Systems können ohne ein Mischpult nur sehr schwer abgeschlossen werden.

Die Vorteile eines Mischpults

  • Mehr Kontrolle über den Sound
  • Effekte
  • Kann auch für Live-Anwendungen eingesetzt werden
  • Manche Mischpulte können zur Steuerung der DAW verwendet werden

Die Nachteile eines Mischpults:

  • Größer und schwerer als ein Audio Interface
  • Nicht so einfach zu verwenden wie ein Audio Interface
  • Höhere Kosten

Wofür solltest Du Dich entscheiden? 

Wenn Du als Solokünstler Deine eigene Musik aufnimmst, empfehle ich den Kauf eines Audio Interfaces. Du solltest ein Interface wählen, das in der Menge der Eingänge und der Qualität Deinen Anforderungen entspricht. Außerdem wirst Du als Anfänger in den meisten Fällen kein Mischpult in Deinem Homestudio benötigen.  

Mischpulte hingegen sind besonders nützlich für Live-Auftritte und anderen Situationen, in denen der von mehreren Mikrofonen und Instrumenten (die gleichzeitig gespielt werden) kommende Ton modifiziert werden muss, um eine klare, solide Mischung zu erstellen. Mit einem guten Mischpult musst Du Dir keine Sorgen machen, dass ein bestimmter Klang andere übertönt.

Deine Entscheidung sollte hauptsächlich von Deinen Präferenzen und langfristigen Zielen abhängen. Wenn Du das Budget, den Platz und die Geduld dafür hast, kannst Du Dir auch beides anschaffen, vor allem, wenn Du mit einem Mischpult experimentieren und herausfinden willst, wie es Deinen Klang verändern kann. Wenn Du daran interessiert bist, auch als Produzent zu arbeiten, dann lohnt sich die Investition auf jeden Fall.

Mischpulte mit integriertem Audio Interface

Ein Mischpult mit einem integrierten Audio Interface gibt Dir die vollständige Kontrolle über jede einzelne Tonkomponente. Ein solches Mischpult ermöglicht Mehrspuraufnahmen, wobei keine zusätzlichen Treiber benötigt werden. Zudem verfügt es auch über eigene Effekte und eine Kompressionssteuerung. Auch wenn es größer und teurer als ein einzelnes Mischpult oder Audio Interface ist, verfügt es über alle Werkzeuge, die für die Erstellung einer Spur in Studioqualität erforderlich sind.

Fazit im Audio Interface Vergleich:

Das Audio Interface ist eines der wichtigsten Bestandteile eines Home- und Tonstudios. Aber bei der Vielzahl an Modellen, die heute auf dem Markt erhältlich sind, kann die Wahl des passenden Interfaces besonders für Anfänger überwältigend sein. Basierend auf meinem Vergleich sind Focusrite Scarlett 2i2 3rd Gen, Steinberg UR22C – USB 3 und M-Audio Air 192|6 die besten Einstiegsmodelle. Ebenso empfehle ich sie Dir, wenn Du nicht viele Instrumente auf einmal aufnehmen möchtest und über ein begrenztes Budget verfügst. Wenn Du mindestens 4 Instrumente gleichzeitig aufnehmen möchtest, dann sind Behringer UMC404HD U-Phoria USB, Native Instruments Komplete Audio 6 MK2, SSL2 / SSL2+ (Solid State Logic) und Motu M4 die beste Wahl. Beim Komplete Audio 6 MK2 muss auch das spitzenmäßige Softwarepaket hervorgehoben werden, dass Dich mit professionellen Instrumenten und Sounds versorgt. Wenn Du über ein ausreichendes Budget verfügst, dann empfehle ich die Investition in das RME Fireface UC. Es mag etwas teuer sein, aber es hat alle Funktionen, die Du für den Aufbau Deines professionellen Tonstudios benötigst.