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ZOOM UAC-2 Test

(3.5 / 5 bei 2 Stimmen)

191,00 €

Zuletzt aktualisiert am: 21. November 2018 0:50
HerstellerZoom
Inputs2 x Combo
Sampling-Rate192 kHz
A/D-Wandler24 bit
AnschlussUSB 3.0

Das ZOOM UAC-2 ist ein Premium Audio Interface aus dem Einsteiger-Bereich mit zwei Combo Inputs und MIDI Schnittstelle. Insbesondere auf die Verarbeitung wird hier großer Wert gelegt, aber auch die Ausstattung ist sehr gut. Der USB 3.0 Anschluss sorgt (im Gegensatz zu USB 2.0 Audio Interfaces) für einen sehr hohen Datendurchsatz, zusätzlich lässt sich die Sampling-Rate von maximal 192 kHz herunterregeln, sodass eine sehr geringe Latenz erreicht werden kann. Die Phantomspeisung von 48 V erlaubt den Betrieb analoger Kondensatormikrofone im Homerecording Studio. In unserem ZOOM UAC-2 Test prüfen wir dieses Audio Interface auf Herz und Nieren.


Gesamtbewertung

89%

"Gut"

Soundqualität
91%
Ausstattung
93%
Verarbeitung
95%
Preis / Leistung
77%

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ZOOM UAC-2 Test

Redaktionell getestet

Redaktionell getestet

Das ZOOM UAC-2 ist eines der wenigen USB 3.0 Audio Interfaces, die im Homerecording Bereich auf dem Markt sind. Mit zwei Combo-Inputs, einer Phantomspeisung von 48 V, einer MIDI Schnittstelle und zahlreichen anderen Features bietet dieses kompakte Gerät alles, was Einsteiger und fortgeschrittene Nutzer von einem Audio Interface erwarten. Dabei kommt natürlich auch die Soundqualität nicht zu kurz, insbesondere die Verarbeitung ist bei diesem Gerät aber ausgesprochen gut. ZOOM ist quer über seine gesamte Produktpalette hinweg für eine durchweg hochwertige Verarbeitung bekannt.

Das ZOOM UAC-2 ist das kleinere der beiden UAC Modelle vom Hersteller ZOOM. Wer mehr Inputs und Ausstattung sucht, der kann guten Gewissens zum großen Bruder greifen, dem ZOOM UAC-8. Im Gegensatz zum UAC-2 ist das größere Modell dann auch rackfähig, kann also in ambitionierteren Studios eingesetzt werden. Aber wie schlägt sich dieses Einsteiger Audio Interface in der Praxis? Unser großer ZOOM UAC-2 Test zeigt, was dieses Modell wirklich auf dem Kasten hat.

Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Redaktions-Testbericht. Das bedeutet, dass dieses Produkt nicht von einem anderen Nutzer getestet wurde, sondern direkt von unserer Redaktion genutzt wurde. Die Bilder in den Testberichten wurden zum Teil von uns selbst angefertigt. Alle Produkte auf Homerecording-Forum.de wurden tatsächlich von uns im Homerecording Studio unter realen Bedingungen getestet.

Die Soundqualität

Das ZOOM UAC-2 ist ein USB 3.0 Audio Interface. Das bedeutet, dass der Anschluss einen wesentlich höheren Datendurchsatz bieten kann, als herkömmliche USB 2.0 Anschlüsse. Das Resultat der höheren Datenübertragungsrate ist ganz einfach: eine wesentlich geringere Latenz ist die Folge. Vor allem sehr leistungsstarke Rechner werden oft durch den alten USB-Anschluss ausgebremst, sodass ein USB 3.0 Interface mehr aus dem Equipment herausholen kann. Aber das ist natürlich nicht der einzige Faktor, der die Soundqualität in unserem ZOOM UAC-2 Test sehr gut wirken lässt.

Die Vorverstärker sind hervorragend abgestimmt und eignen sich vor allem für die Aufnahme von Stimmen, also Sprache oder Gesang. Die Höhen, Mitten und Tiefen sind klar voneinander zu unterscheiden, der Klangcharakter ist stellenweise aber etwas kalt – das ist nicht zwingend etwas schlechtes, oftmals ist das sogar gewünscht. Die Latenz bei den Aufnahmen ist tatsächlich sehr gering, bessere Werte erzielte kein anderes Modell in unseren Audio Interface Tests. Die sehr gute Soundqualität hat zwar ihren Preis, der ist aber alleine durch die hervorragende Nutzbarkeit in gut ausgestatteten Homestudio bereits gerechtfertigt. Alles in allem ist die Soundqualität beim ZOOM UAC-2 wirklich sehr gut.

Die Ausstattung

Bei einem Audio Interface bestimmt die Ausstattung nicht nur die maximale Soundqualität, sondern auch die Nutzbarkeit des Modells im Homerecording Studio. Das ZOOM UAC-2 hat schon alleine auf Grund des USB 3.0 Anschlusses einen gehörigen Vorteil gegenüber herkömmlichen Audio Interfaces. Die meisten Modelle der großen Hersteller sind preislich zwar günstiger, verfügen dafür aber auch nur über einen USB 2.0 Anschluss. Aber auch ansonsten weis dieses Modell zu gefallen: Die Ausstattungsmerkmale sind sehr gut und die technischen Daten lassen sich sehen.

An der Front des Audio Interfaces stehen zwei Combo-Eingänge zur Verfügung für XLR Mikrofone und Line-Kabel. Über beide Inputs kann eine 48 V Phantomspeisung für analoge Kondensatormikrofone gelegt werden. Zusätzlich kann jedem Input separat ein hochohmiger Widerstand gegeben werden (Hi-Z), sodass Instrumente in besserer Qualität aufgenommen werden können. Der große Drehregler an der Vorderseite regelt die Lautstärke des Outputs, die Lautstärke des Kopfhörer-Ausgangs im Format 6,3 mm lässt sich mit einem kleineren Drehregler direkt darüber separat einstellen.

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Eine Stromversorgung per Netzkabel ist zwar möglich, das Interface kann den benötigten Strom aber auch über den USB 3.0 Anschluss erhalten. Eine MIDI Schnittstelle steht ebenfalls zur Verfügung, zusätzlich kann das ZOOM UAC-2 auch mit einem iPad betrieben werden. Ein symmetrischer Line-Ausgang sendet das Signal optional an Studio Lautsprecher. Die Ausstattung dieses USB 3.0 Audio Interfaces ist alles in allem wirklich sehr gut, nicht nur auf Grund des USB Anschlusses. In unserem ZOOM UAC-2 Test waren wir durchweg positiv überrascht von diesem Modell und empfehlen es vor allem ambitionierten Nutzern im Homerecording Studio.

Die Verarbeitung

Wer ein Audio Interface für stolze 250 € kauft, der erwartet auch eine entsprechend gute Verarbeitung. Sowohl was das Material, als auch die Usability betrifft, entscheidet sich hier, wie gut das Audio Interface über Jahre hinweg funktionieren kann. Die Verarbeitung bei Audio Interfaces ist also sehr wichtig. Das ZOOM UAC-2 kann mit einer herausragenden Verarbeitung aufwarten, die von kaum einem anderen Modell in dieser Preis- oder Leistungsklasse geboten wird. Das Gehäuse besteht überwiegend aus Metall. Im Gegensatz zu anderen Einsteiger-Geräten ist hier die Verschraubung des Gehäuses an der Seite, sodass das Gerät im Falle eines Defekts komplett geöffnet werden kann.

Die Materialanmutung ist ebenfalls sehr gut – hier sieht alles hochwertig und passend aus. Die Usability ist gut, allerdings sind für unseren Geschmack die Drehregler für den Gain der Inputs und die Kopfhörer-Lautstärke etwas zu knapp bemessen. Der Main Output wird über einen großen Drehregler auf einer leicht zurückgesetzten Ebene auf der Vorderseite des Modells gesteuert. Das Gewicht von knapp über 700 Gramm ist zwar nicht wenig, dennoch absolut passend für Homestudios. Die Verarbeitung ist alles in allem also wirklich sehr gut.

Preis / Leistung & Fazit

Die Leistung dieses USB 3.0 Audio Interfaces ist wirklich ausgesprochen gut. Die Wandler-Bandbreite der analogen in digitale Signale beträgt 24 bit, die maximale Abtastrate liegt bei 192 kHz. Die Burr Brown Vorverstärker in den Combo-Inputs gewähren einen Gain von bis zu + 60 dB. Die Hi-Z Inputs sorgen für qualitativ hochwertige Instrumentalaufnahmen. Die MIDI Schnittstelle erlaubt die Nutzung älterer Controller ohne USB Anschluss. Die Soundqualität, Verarbeitung und Ausstattung können wir in unserem ZOOM UAC-2 also mit sehr gut betiteln.

Da wäre noch die Frage nach dem Preis. Zugegeben – dieses USB Audio Interface verfügt über zahlreiche Extras, eine top Soundqualität und eine sehr gute Verarbeitung. Dennoch ist der Preis von 250 € für viele Nutzer im Homerecording Studio einfach unverhältnismäßig. Wer Wert auf maximale Soundqualität mit Hilfe eines USB 3.0 Anschlusses legt, der kann hier guten Gewissens zugreifen. Ansonsten reicht für die meisten Zwecke im Homerecording Studio auch ein günstigeres Audio Interface aus. Das Preis/Leistungs-Verhältnis ist dennoch immer noch absolut befriedigend und das ZOOM UAC-2 ist alles in allem ein sehr gutes Audio Interface.

Kommentare

Martin Rohrmeier 28. Dezember 2017 um 23:57

Ich habe dieses Audio Interface lange mit meinem Rode NT1-A benutzt. Die Tonqualität war überragend, nochmal würde ich aber nicht so viel Geld für ein Audio Interface ausgeben. OK, der USB 3.0 Anschluss ist nett, rechtfertigt aus meiner Sicht aber nicht den hammerharten Preis von fast 250 € (als ich das Gerät gekauft habe, war der Preis sogar noch jenseits der 250€).

In der Praxis gibt es Geräte, die eine fast genau so gute Tonqualität bieten und dabei nur die Hälfte von diesem Gerät kosten. Aber muss jeder selbst wissen – dafür ist der Audio Interface Test ja da. Das Zoom UAC 2 ist nicht schlecht, aber für mich einfach zu teuer.

Antworten

Frank 29. Dezember 2017 um 0:00

Hallo.
Das Zoom UAC 2 ist teuer. So viel sollte von Anfang an schon mal gesagt sein. In der Studiopraxis spielt dieses Gerät vor allem im Zusammenspiel mit weiteren qualitativ sehr hochwertigen Peripheriegeräten seine Stärken aus: Die hohe maximale Abtastrate und der USB 3.0 Anschluss mit einem sehr hohen Datendurchsatz kommen nur dann zum Tragen, wenn auch die übrigen Komponenten der Studioausstattung entsprechend leistungsstark sind.

In meinem Zoom UAC 2 Test kann ich nur positives von diesem Modell berichten. Der Preis ist zwar happig für ein Gerät, das nur zwei Combo-Inputs bietet, dafür stimmt die Soundqualität und die Verarbeitung aber wirklich. Eine gute Empfehlung für fortgeschrittene Nutzer, aber keinesfalls für Einsteiger gedacht.

Grüße

Antworten

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191,00 €

Zuletzt aktualisiert am: 21. November 2018 0:50