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Roland Duo-Capture EX Test

(3.5 / 5 bei 2 Stimmen)

499,99 €

Zuletzt aktualisiert am: 25. Juni 2018 14:50
HerstellerRoland
Inputs2 x Combo
Sampling-Rate48 kHz
A/D-Wandler24 bit
AnschlussUSB

Das Roland Duo-Capture EX ist ein USB Audio Interface für Einsteiger vom asiatischen Hersteller Roland. Auch wenn der Name deutsch klingt, der Hersteller stammt aus dem asiatischen Raum. Die Ausstattung des Interfaces ist gut, allerdings gibt es einige Mängel, die sich vor allem bei der Bedienung oder bei der Nutzung für ambitioniertere Nutzer ergeben. Im Vergleich zu anderen USB Audio Interfaces bietet dieses Modell zwar eine gute Soundqualität, diese ist für diesen Preis nicht gut genug. Dennoch wird das Roland Duo-Capture EX in vielen Studios verwendet. In unserem Audio Interface Test zeigen wir, wie gut sich dieses Gerät in der Praxis schlägt.


Gesamtbewertung

78.5%

"Befriedigend"

Soundqualität
79%
Ausstattung
77%
Verarbeitung
82%
Preis / Leistung
76%

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Roland Duo-Capture EX Test

Redaktionell getestet

Redaktionell getestet

Roland ist ein japanischer Hersteller von Audio-Hardware, der einen deutsch klingenden Namen gewählt hat, weil dieser in jeder Sprache leicht aussprechbar ist und nach Qualität klingt. Dabei ist beim Roland Duo-Capture EX tatsächlich vieles gut: Die Verarbeitung ist zweifelsfrei gut und kann durchaus mit anderen Herstellern mithalten. Dieses USB Audio Interface verfügt über zwei Combo-Inputs an der Front und eine 48 V Phantomspeisung, sodass analoge Kondensatormikrofone betrieben werden können. Der Anschluss ist ein USB 2.0 Anschluss, der auch für die Stromversorgung des Geräts sorgt.

Mit einer Sampling-Rate von maximal 48 kHz bleibt das Roland Audio Interface hinter der Konkurrenz zurück, teilweise auch hinter der günstigeren Konkurrenz. Dafür kann dieses Modell auch mit Batterien betrieben werden. Eine MIDI-Schnittstelle steht ebenfalls zur Verfügung. Leider kann die Sampling-Rate nicht softwareseitig geändert werden, sondern nur durch Umschalten am Gerät selbst. Ein hochohmiger Widerstand (Hi-Z) kann außerdem per Kippschalter auf die Front-Eingänge gelegt werden. Unser Roland Duo-Capture EX Test zeigt, wie sich dieses Modell in der Praxis schlägt.

Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Redaktions-Testbericht. Das bedeutet, dass dieses Produkt nicht von einem anderen Nutzer getestet wurde, sondern direkt von unserer Redaktion genutzt wurde. Die Bilder in den Testberichten wurden zum Teil von uns selbst angefertigt. Alle Produkte auf Homerecording-Forum.de wurden tatsächlich von uns im Homerecording Studio unter realen Bedingungen getestet.

Die Soundqualität

Der Hersteller Roland wird im Homestudio gerne genutzt, das Duo-Capture EX Audio Interface sollte also entsprechend auch über eine gute Soundqualität verfügen. Die Vorverstärker der Combo-Inputs sind gut abgestimmt und für praktisch alle Aufnahmearten sehr gut geeignet. Latenzfreie Aufnahmen sind mit diesem Audio Interface problemlos möglich. Die Sampling-Rate von 48 kHz begrenz ambitioniertere Nutzer leider bei der Nutzung und sorgt im direkten Vergleich zu anderen Audio Interfaces für minimal schlechtere Ergebnisse – diese sind in der Praxis aber kaum zu hören.

Für Mikrofone bietet dieses USB Audio Interface eine gute Aufnahmequalität, die sich vor allem in der klaren Darstellung von Höhen, Mitten und Tiefen äußert. In unserem Roland Duo Capture EX Test neigte das Interface etwas zum Übersteuern, mit Hilfe der eingebauten Übersteuerungsanzeige lässt sich dies jedoch in kurzer Zeit beheben. Aufnahmen von Instrumenten mit Hilfe der Klinken-Eingänge gelingen ebenfalls gut, leider bleibt die Soundqualität hier aber trotz High-Z Schalter hinter der Qualität anderer USB Audio Interfaces in dieser Preisklasse zurück. Dennoch verfügt dieses Modell über eine immer noch gute Soundqualität fürs Homestudio.

Die Ausstattung

Die Ausstattung bei USB Audio Interface richtet sich meist nach der späteren Nutzung des Modells: Je nachdem, an welche Preisklasse und Nutzerklasse das Gerät gerichtet ist, fällt die Ausstattung mal üppiger oder mal spärlicher aus. Das Roland Duo-Capture EX ist irgendwo in der Mitte angesiedelt: Grundsätzlich handelt es sich hierbei natürlich um ein Einsteiger-Gerät für kleinere Homerecording Studios, das geht schon alleine aus den beiden Combo-Inputs an der Front hervor. Über diese kann eine 48 V Phantomspeisung gelegt werden, sodass analoge Kondensatormikrofone genutzt werden können.

Ein Kopfhörer-Ausgang steht im Klinkenformat zur Verfügung, daneben gibt es auch eine Übersteuerungsanzeige in Form einer roten LED an der Front des Geräts. Die Rückseite ist voll beladen mit Inputs, Outputs und Schaltern. Die Stromversorgung muss nur bei der Nutzung mit einem mobilen Endgerät aktiviert werden, ansonsten kann dieses Modell ganz normal über USB mit Strom versorgt werden. Eine MIDI-Schnittstelle steht ebenfalls zur Verfügung. Die Inputs an der Vorderseite können mit einem hochohmigen Widerstand belegt werden, was für Instrumentalaufnahmen einen besseren Sound liefern soll.

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Die Sampling-Rate kann per Hardware-Schalter an der Rückseite zwischen 48 kHz und 44.1 kHz variiert werden – ein software-seitiges Umschalten ist leider nicht möglich. Die A/D-Wandler Bandbreite liegt wie gewohnt bei 24 bit. Alles in allem liefert dieses Modell in unserem Roland Duo Capture EX Test zwar eine gute Ausstattungsliste, die geringe maximale Abtastrate und die fehlende Möglichkeit zur Änderung dieser über die Treiber fallen aber negativ auf. Ansonsten bietet Roland mit diesem USB Audio Interface alles, was man im Homestudio für den Einstieg benötigt.

Die Verarbeitung

Eine gute Verarbeitung ist wichtig für Audio Interfaces, da es hierbei nicht nur um die maximale Lebensdauer der Geräte geht, sondern auch um die Usability. Insbesondere Einsteigerprodukte sollten möglichst nutzerfreundlich gestaltet sein. Das Roland Duo Capture EX ist zwar eines der günstigsten Modelle und richtet sich an Anfänger im Homerecording Bereich, dennoch ist die Verarbeitung gut. Das Gehäuse besteht aus Metall und ist sehr robust. Zusätzlich ist dieses Interface mit weniger als 500 Gramm relativ leicht. Spaßmaße oder Fehler bei der Verarbeitung des Gehäuses sind nicht zu entdecken, des weiteren sind die Abmessung angenehm kompakt.

An der Unterseite des Geräts befinden sich Metallnoppen, sodass empfindliche Oberflächen nicht durch das Audio Interface verkratzt werden. Über die Schrauben an der Front lässt sich das Gehäuse öffnen. Leider sind die Drehregler an der Front relativ klein und fummelig, sodass die Bedienung auf Dauer etwas nervig wird, daran gewöhnt man sich jedoch. Die Klinkenbuchsen an der Rückseite geben laut Berichten einer Nutzer nach gewisser Zeit etwas nach, auch hier ist die Verarbeitung nicht ganz perfekt. Alles in allem ist diese aber immer noch gut und das Interface lässt sich einfach bedienen.

Preis / Leistung & Fazit

Als Fazit lässt sich festhalten, dass das Roland Duo Capture EX zwar den Anspruch hat, auch für ambitionierte Nutzer im Homerecording Studio geeignet zu sein – einige punkte verhindern dies jedoch leider. Die fummelige Bedienung, die maximal Sampling-Rate von 48 kHz und die Beschränkung zur Änderung der Abtastrate auf die Hardware sind für viele Nutzer KO-Kriterien. Dennoch hat es auch Vorteile: Die Soundqualität und Ausstattung sind immer noch relativ gut, es steht eine MIDI Schnittstelle zur Verfügung und auch die Bedienung über ein Apple iPad ist möglich. Für Einsteiger steht außerdem eine Übersteuerungsanzeige zur Verfügung.

Das Preis von knapp 130 €, der aktuell für dieses USB Audio Interface aufgerufen wird, ist vergleichbar mit Preisen für das Steinberg UR22 und das Focusrite Scarlett 2i2. Diese Interfaces bieten  jedoch eine wesentlich bessere Soundqualität und auch eine bessere Verarbeitung. Wer jedoch unbedingt ein Roland Audio Interface möchte, der kann guten Gewissens zu diesem Modell greifen. Vor allem die kompakten Abmessungen und die einfache Bedienung haben uns in unserem Roland Duo Capture EX Test sehr gut gefallen.

Kommentare

Michael Prause 29. Juli 2017 um 14:34

Ich hatte das Interface mal übergangsweise im Homerecordingstudio. Es ist sicher ein gutes Interface aber es ist nervig, dass man die Samplingrate nur am Gerät umstellen kann, nicht aber über die softwareeigenen Treiber. Auch die Verarbeitung wirkt einfach nicht so gut wie beim Focusrite Solo, das ich jetzt habe und das sogar noch günstiger ist. Das Steinberg UR12 ist da auch in dem Preissegment und dürfte wohl besser sein – plus bessere Vorverstärker und natürlich ne wesentlich höhere maximale Abtastrate.

Antworten

Maurice 29. Juli 2017 um 14:43

Gutes Audio Interface, macht was es soll; mehr aber auch nicht. Für teilweise weniger Geld bekommt man bei anderen Herstellern mehr technische Ausstattung und einfach eine bessere Tonqualität.
Die Stromversorgung braucht man übrigends nicht immer, nur wenn man das Interface mit einem Tablet oder so benutzen möchte. Ansonsten geht das auch ganz entspannt über USB.

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499,99 €

Zuletzt aktualisiert am: 25. Juni 2018 14:50