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Rode Procaster Test

(4 / 5 bei 1 Stimme)

142,25 €

Zuletzt aktualisiert am: 14. Dezember 2018 13:50
MikrofontypDynamisch
Membrangröße1 Zoll
Phantomspeisungnein
Gewicht695 g
EignungSprache

Das Rode Procaster sieht aus wie das Rode Podcaster und der Name klingt sogar fast gleich. Im Gegensatz zum Podcaster ist dieses Modell aber etwas professioneller ausgelegt, was sich am XLR-Anschluss zeigt. Ansonsten ist die Bauweise der Mikrofone identisch: Ein dynamisches Mikrofon mit einer 1 Zoll großen Membran findet man nicht jeden Tag. Der größte Vorteil des Procasters ist, dass hier ein USB Audio Interface oder Mischpult genutzt werden kann, was das Nachjustieren des Sounds erleichtert. Mit einem Frequenzgang von 75 Hz – 18 kHz liefert das Modell zwar keine Spitzenleistung, Sprachaufnahmen gelingen in unserem großen Rode Procaster Test aber sehr gut. Unser Testbericht zeigt die wichtigsten Fakten und Daten im Detail.


Gesamtbewertung

87.5%

"Gut"

Soundqualität
92%
Ausstattung
88%
Verarbeitung
90%
Preis / Leistung
80%

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Rode Procaster Test

Redaktionell getestet

Redaktionell getestet

Das Rode Procaster ist de Rode Podcater sehr ähnlich – beide Mikrofone sehen ähnlich aus und bieten eine dynamische Bauweise in Kombination mit einer 1 Zoll großen Mikrofonmembran. Der größte Unterschied hierbei ist, dass das Rode Podcaster mit einem USB Anschluss ausgestattet ist, während das Rode Procaster einen analogen XLR Anschluss bietet. Der Vorteil ist offensichtlich: Durch den XLR Anschluss können Audio Interfaces und Mischpulte genutzt werden. Damit erweitert man die Möglichkeiten dieses dynamischen Großmembranmikrofons noch einmal gewaltig.

Die Soundqualität ist dabei, wie man es vom australischen Hersteller Rode erwartet, sehr hoch. Vor allem für Sprachaufnahmen ist dieses Mikrofon dank der dynamischen Tauchspulenbauweise und der großen Membran geeignet – Instrumente und Gesang sollten mit anderen Mikrofonen aufgenommen werden. Preislich nehmen sich die beiden dynamischen Rode-Mikrofone nicht viel. Hier muss der Nutzer wissen, welche Zwecke er mit dem Mikrofon verfolgt. Unser Rode Procaster Test zeigt die Stärken und Schwächen dieses Modells im Studioalltag.

Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Redaktions-Testbericht. Das bedeutet, dass dieses Produkt nicht von einem anderen Nutzer getestet wurde, sondern direkt von unserer Redaktion genutzt wurde. Die Bilder in den Testberichten wurden zum Teil von uns selbst angefertigt. Alle Produkte auf Homerecording-Forum.de wurden tatsächlich von uns im Homerecording Studio unter realen Bedingungen getestet.

Die Soundqualität

Bei einem Mikrofon für Sprachaufnahmen – egal ob für YouTube, Podcasts oder ein anders Format – ist die Soundqualität natürlich vor allem bei der Aufnahme von Sprachen oder Sprechgesang wichtig. Das Rode Procaster ist ein klassisches Radiomikrofon, das sich an Nutzer im Homerecording Studio richtet, aber auch von professionellen Nutzern verwendet werden kann. Idealerweise werden damit YouTube-Videos oder Podcasts vertont. Die Soundqualität ist ähnlich dem Rode Podcaster, dem baulich eng verwandten Schwestermodell, das allerdings im Gegensatz zum Procaster über einen USB Anschluss verfügt.

Die Aufnahmequalität ist ausgesprochen gut und bestimmt sich maßgeblich nach der Bauweise dieses Modells: Selten findet man ein dynamisches Mikrofon mit einer großen Mikrofonmembran. Ein Großmembranmikrofon nach dynamischer Bauweise hat zwei Vorteile: Die leichte Anhebung des Sounds bei knapp über 10 kHz sorgt für seidige Höhen, außerdem klingen Sprachaufnahmen mit einer großen Membran sehr voll und voluminös. Die dynamische Bauweise macht das Mikro unempfindlich für Hintergrundgeräusche. Die Soundqualität ist im allgemeinen sehr gut und macht dieses Modell vor allem für Sprachaufnahmen im Homestudio zu einer sehr guten Wahl.

Die Ausstattung

Die Ausstattung bei einem USB Mikrofon ist wichtig für die Soundqualität, aber auch für die verschiedenen Arten der Nutzung eines Mikros. Das Rode Procaster verfügt im großen und ganzen über eine fast identische Ausstattung wie das Rode Podcaster – kein Wunder, denn baulich sind die beiden Modelle eng miteinander verwandt. Das Procaster verfügt jedoch über einen XLR Anschluss, sodass für Aufnahmen im Homerecording Studio ein Audio Interface gebraucht wird. Auf diese Weise können auch mehrere Mikrofone gleichzeitig genutzt werden, beispielsweise für Interviews oder ähnliches.

Die Frequenzbreite wird vom australischen Hersteller mit 75 Hz – 18 kHz angegeben. Das ist zwar kein Bestwert, aber immer noch gut. Lediglich die Höhen werden nicht ganz so brillant wiedergegeben, wie man es von anderen Mikrofonen kennt. Das liegt zum Teil an der dynamischen Bauweise, zum Teil an der 1 Zoll großen Mikrofonmembran. Diese sorgt andererseits dafür, dass die Aufnahmen fast komplett unempfindlich gegenüber Hintergrundgeräuschen oder Störungen werden. Das Resultat sind störungsfreie und qualitativ hochwertige Aufnahmen im Homestudio mit diesem Mikrofon, insbesondere bei Sprachaufnahmen.

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Die Nierencharakteristik sorgt für einen engen Aufnahmewinkel, sodass nur das aufgenommen wird, was direkt in den Mikrofonkorb gesprochen wird. Die Großmembran-Bauweise sorgt für eine leichte dB-Anhebung bei ca. 10 kHz, was für Sprachaufnahmen ebenfalls sehr gut geeignet ist. Das stolze Gewicht von fast 700 Gramm ist nichts für Schwächlinge, weshalb ein starker Mikrofonständer oder ein gutes Tischstativ angeschafft werden solle – Gelenkarme schaffen dies meist leider nicht. Die Ausstattung ist alles in allem gut und vor allem für Sprachaufnahmen im Homerecording Studio perfekt geeignet.

Die Verarbeitung

Bei Mikrofonen ist die Verarbeitung keinesfalls unwichtig: Die Lebensdauer und zum Teil auch die Soundqualität hängen von diesem Punkt maßgeblich ab. Nur gut, dass Rode bekannt für eine hervorragende Verarbeitung ist. Das verhält sich auch mit dem Rode Procaster nicht anders. Die Materialanmutung des Mikrofons ist ausgezeichnet und auch das Design ist absolut zeitlos. Hier gibt es nichts zu meckern. Das gesamte Mikrofon besteht aus Metall und hält auch mal einen Stoß oder einen kleinen Sturz aus. Spaltmaße oder ähnliche Verarbeitungsfehler sind nicht ersichtlich.

Ein gut verarbeitetes Mikrofon ist aber nur die halbe Miete – auch das Gewicht und die Abmessungen müssen passen. Mit seiner Länge von 21,5 cm und dem Durchmesser von 5,3 cm liegt dieses Gerät sehr gut in der Hand. In unserem Mikrofon Test empfanden wir das Handling mit dem Rode Podcaster absolut identisch. Das Gewicht von annähernd 700 Gramm ist relativ hoch, allerdings immer noch im Rahmen. Gelenkarme stoßen jedoch hier oft an ihre Grenzen, sodass ein Tischstativ für dieses Mikrofon eher zu empfehlen ist. Alles in allem ist die Verarbeitung in unserem Rode Procaster Test sehr gut und für Einsteiger empfehlenswert.

Preis / Leistung & Fazit

Das Rode Procaster ist ein tolles Mikrofon, dagegen kann man nichts sagen. Das eng mit diesem Modell verwandte Podcaster verfügt lediglich über marginal andere technische Daten, der Hauptunterschied besteht im USB Anschluss. Da das Procaster einen XLR-Anschluss besitzt, muss ein Audio Interface genutzt werden. Da das Procaster aber dynamisch arbeitet, ist eine Phantomspeisung nicht von Nöten. Der größte Vorteil hier ist, dass das Audio Interface die Qualität nicht herab geregelt, wie dies bei USB Mikrofonen oft der Fall ist. Auch mehrere Mikrofone können somit leichter gleichzeitig aufgenommen werden.

Die Nierencharakteristik ist ist bei Mikrofonen im Homerecording Studio absoluter Standard. 10 Jahre Herstellergarantie sind bei Rode ebenfalls immer mit an Bord, die Großmembrankapsel sorgt für tolle Aufnahmen in jeder Aufnahmeumgebung. Der Übertragungsbereich / Sampling-Rate von 75 Hz – 18 kHz ist kein Topwert aber für Einsteiger im Homestudio absolut ausreichend. Alles in allem ist die Leistungsfähigkeit dieses Mikrofon also sehr gut, insbesondere für die Aufnahme von Sprache und Sprechgesang.

Preislich liegt das Rode Procaster bei annähernd 200 € und damit nur minimal höher als das Rode Podcaster. Hier muss der Käufer sich jedoch darüber im Klaren sein, dass zum Mikrofon nochmal ein Audio Interface angeschafft werden muss – dies entfällt bei USB Mikrofonen wie dem Podcaster. Alles in allem ist das Procaster jedoch sein Geld wert. Die meisten Einsteiger können Sprachaufnahmen in einer ähnlichen Qualität mit günstigeren USB Mikrofonen aufnehmen, in unserem Rode Procaster Test können wir diesem Modell dennoch ein immer noch wirklich gutes Preis/Leistungs-Verhältnis attestieren und empfehlen es ambitionierten Einsteigern für Sprachaufnahmen im eigenen Homerecording Studio.

Kommentare

Philipp Kemper 24. August 2017 um 11:21

Ich bin eher ein Fan des Podcaster mit USB Anschluss. Ich habe mein Rode Procaster leider zurückschicken müssen. Zusammen mit dem Audio Interface hat dieses Mikrofon knapp 400 Tacken gekostet. Die Soundqualität ist zwar wirklich top aber den Preis wie ich finde einfach nicht wert. Das Rode Podcaster liefert einen besseren Sound und das dann auch für wesentlich weniger Geld.
Muss jeder selber wissen – für Radios sicher nicht schlecht, als YouTube Mikrofon eher nicht geeignet.
LG

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142,25 €

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