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Focusrite Scarlett Solo Test

(4 / 5 bei 1 Stimme)

95,00 €

Zuletzt aktualisiert am: 14. Dezember 2018 10:50
HerstellerFocusrite
Inputs1 x Combo
Sampling-Rate192 kHz
A/D-Wandler24 bit
AnschlussUSB

Mit dem Focusrite Scarlett Solo bietet der britische Hersteller Focusrite einen günstigen Einstieg in der Welt der Homerecording Audio Interfaces. Mit nur einem Combo-Input und einem weiteren Klinken-Eingang eignet sich dieses Gerät vor allem für Einsteiger im Homestudio-Bereich – insbesondere für YouTuber, Podcaster oder Let’s Player. Die hochwertige Verarbeitung und die technische Ausstattung, sowie die perfekt abgestimmten Mikrofon-Vorverstärker sprechen für sich. Die 48 V Phantomspeisung erlaubt den Betrieb von Kondensatormikrofonen, die Übersteuerungsanzeige hilft Einsteigern bei der Optimierung des Recording-Setups. Unser Focusrite Scarlett Solo Test zeigen die Vor- und Nachteile.


Gesamtbewertung

90.25%

"Sehr gut"

Soundqualität
95%
Ausstattung
86%
Verarbeitung
92%
Preis / Leistung
88%

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Focusrite Scarlett Solo Test

Redaktionell getestet

Redaktionell getestet

Das Focusrite Scarlett Solo ist das kleinste Modell der Scarlett-Serie vom britischen Hersteller Focusrite. Einen günstigeren Einstieg in die Produktpalette von Focusrite gibt es aktuell nicht. Das Scarlett Solo sieht äußerlich aus wie die anderen Vertreter der Baureihe, auch die technischen Daten sind die selben. Vom Solo bis zum 18i20 werden die gleichen Inputs, Wandler und Vorverstärker genutzt. Entsprechend hoch ist auch die Soundqualität, die sich – wie man es von Focusrite gewohnt ist – vor allem bei Sprachaufnahmen sehr positiv hervortut.

Auch das Focusrite Scarlett Solo wurde im Zuge der Modellpflege auf die zweite Generation geupdatet. Die Abtastrate / Sampling-Rate beträgt nunmehr 192 kHz und die Schrauben sind am Gehäuse nicht mehr sichtbar. Mit einem Combo-Input, einer Übersteuerungsanzeige und einer Phantomspeisung von 48 V bietet dieses USB Audio Interface Einsteigern alles, was man für einen reibungslosen Start ins Homerecording benötigt. In unserem Focusrite Scarlett Solo Test zeigen wir die Stärken und Schwächen dieses Modells im Detail.

Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Redaktions-Testbericht. Das bedeutet, dass dieses Produkt nicht von einem anderen Nutzer getestet wurde, sondern direkt von unserer Redaktion genutzt wurde. Die Bilder in den Testberichten wurden zum Teil von uns selbst angefertigt. Alle Produkte auf Homerecording-Forum.de wurden tatsächlich von uns im Homerecording Studio unter realen Bedingungen getestet.

Die Soundqualität

Wer bereits ein Audio Interface von Focusrite genutzt hat, der kennt die sehr gute Soundqualität dieser Geräte bereits. Weil die Inputs und Vorverstärker, sowie die weiteren Bauteile über die komplette Serie hinweg in allen Modellen zum Einsatz kommen, klingt das Scarlett Solo ebenso gut wie das 2i4 oder das Scarlett 18i20. Dieses qualitativ sehr hochwertige USB Audio Interface eignet sich für alle Arten der Aufnahme, wobei die legendären Mikrofon-Vorverstärker von Focusrite natürlich für Stimmaufnahmen (Sprache und Gesang) prädestiniert sind.

Die Höhen klingen stimmig und das Gerät neigt auch nicht zu zischenden S-Lauten, wie es vor allem billige Audio Interfaces tun. Die Mitten kommen gut heraus und auch die Tiefen klingen klar und natürlich. Trotz harter Anforderungen an das Audio Interface in unserem Test übersteuert das Scarlett Solo kaum, wie auch die anderen Produkte aus dieser Focusrite Serie. Vor allem der natürliche Klangcharakter überzeugt auf den ersten Blick.

In unserem Focusrite Scarlett Solo Test waren wir von der Soundqualität dieses Modells ebenso überzeugt, wie von der Soundqualität der gesamten Focusrite Scarlett Serie. Das vergleichbare Konkurrenzmodell von Steinberg, das Steinberg UR12, bietet eine ähnliche Soundqualität – hier unterscheiden sich die einzelnen Hersteller also kaum. Dieses Audio Interface bietet ein latenzfreies Aufnehmen im Homerecording-Studio, hiermit dürfte jeder Nutzer zufrieden sein. Auch die Soundqualität der Ausgänge, sowohl Line-Outputs als auch Studio-Kopfhörer, ist hervorragend.

Die Ausstattung

Die Ausstattung eines Audio Interfaces entscheidet maßgeblich über die möglichen Einsatzmöglichkeiten im Homestudio, sowie über die Soundqualität des Geräts. Das Focusrite Scarlett Solo ist das kleinste Modell aus der Scarlett-Serie von USB Audio Interfaces des britischen Herstellers Focusrite. Die wichtigsten Bauteile sind hier über die gesamte Produktreihe hinweg gleich – das führt zu einer identischen Soundqualität und Usability, der Nutzer kann das Audio Interface einfach anhand seiner Ansprüche an Ein- und Ausgänge wählen. Dabei richtet sich die Ausstattung des Scarlett Solo von Focusrite ganz klar an Einsteiger im Homestudio.

Zur Verfügung steht ein XLR-Eingang für analoge Mikrofone und ein Klinkeneingang mit 6,3 mm für Instrumente. Über einen Kippschalter kann zwischen Instrumenten und anderen Line-Eingängen gewählt werden und somit der Widerstand des Klinkeneingangs variiert werden. Die Übersteuerungsanzeige ist mit Hilfe eines LED-Rings um die Gain-Regler realisiert, die 48 V Phantomspeisung für den XLR-Input wird über einen Druckknopf an der Front aktiviert. Im Gegensatz zu größeren Modellen der Focusrite Scarlett Serie kann beim Solo die Lautstärke des Kopfhörer-Ausgangs nicht separat geregelt werden.

In unserem Focusrite Scarlett Solo Test waren wir von der Ausstattung dieses USB Audio Interfaces überzeugt. Wie auch der Konkurrenz Steinberg UR12 richtet sich dieses Gerät vor allem an Einsteiger im Homerecording Bereich. Als Ausgänge stehen daher lediglich der Kopfhörer-Ausgang an der Front und ein symmetrischer Line-Ausgang auf der Rückseite des Modells zur Verfügung. Die 24 bit Wandler-Bandbreite, die maximal 192 kHz Sampling-Rate (erst seit der 2. Generation der Scarlett-Serie) und die sehr geringe Latenz machen dieses Modell zu einer sehr guten Wahl fürs Homestudio.

Die Verarbeitung

Die Verarbeitung ist bei Audio Interfaces wichtig. Hier geht es vor allem darum, das empfindliche Innere des Geräts vor Staub zu schützen. Außerdem sollte das Gerät auch Stöße oder mal einen Sturz vom Schreibtisch aushalten. Daneben bemisst sich auch die Usability des Modells zum Teil an der Verarbeitung des Geräts. Der britische Hersteller Focusrite ist bekannt für seine sehr gute Verarbeitung, die sich quer über alle Produktreihen und Modelle zieht. Das Focusrite Scarlett Solo macht das keine Ausnahme: Die Verarbeitung war in unserem Audio Interface Test wieder sehr gut, genauso wie bei anderen Modellen der Scarlett-Serie von Focusrite.

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Das Äußere des USB Audio Interface erstrahlt in rot, wie man es von anderen Produkten aus dieser Baureihe gewohnt ist. Der gebürstete Edelstahl-Look sieht sehr gut aus und macht das Gerät unempfindlich gegenüber Staub und Schmutz. Die Front und die Rückseite bestehen aus Kunststoff, was der Optik aber keinen Abbruch tut. Die Funktionen der einzelnen Schalter und Regler erschließen sich auf den ersten Blick. Die Abmessungen sind klein und kompakt, auch das Gewicht ist sehr gering – so kann dieses Audio Interface problemlos transportiert und gelagert werden.

Die Widerstände der Drehregler sind perfekt gewählt. Die Gain-Regler befinden sich direkt neben den entsprechenden Eingängen, im Gegensatz zu größeren Modellen fällt hier jedoch der separate Regler für die Kopfhörer-Lauststärke weg. Den großen Drehregler für die Monitor-Lautstärke kennt man von anderen Focusrite Geräten, dieser hat für unseren Geschmack aber einen etwas zu geringen Widerstand. In unserem großen Focusrite Scarlett Solo Test waren wir von der Verarbeitung wie immer bei Focusrite begeistert.

Preis/Leistungs-Verhältnis & Fazit

Seit der zweiten Generation der Scarlett-Serie bieten Audio Interfaces von Focusrite nun auch eine maximale Sampling-Rate von 192 kHz und auch einige Änderungen an der Optik, bzw. am Gehäuse der Geräte wurden umgesetzt. Die Soundqualität ist dank der hauseigenen PreAmps absolut hervorragend und kann mit teureren Produkten ohne Probleme mithalten. Auch die Verarbeitung stimmt einfach. Zwar steht nur ein XLR-Input und ein Klinkeneingang zur Verfügung, mehr brauchen Einsteiger im Homerecording Bereich in der Regel aber auch nicht. Die Leistung dieses Modells ist also sehr gut.

Preislich bewegt sich das Scarlett Solo von Focusrite auf einer Ebene mit dem Haupt-Konkurrenten, dem Steinberg UR12. Für rund 100 € erhält der Nutzer hier ein hervorragendes USB Audio Interface, das sich vor allem an Podcaster und YouTuber richtet. Wer beispielsweise ein Rode NT1-A oder ein YouTube Mikrofon mit diesem Gerät kombiniert, erhält eine hervorragende Soundqualität und zahlreiche weitere nützliche Funktionen, beispielsweise eine Übersteuerungsanzeige. Wir empfehlen das Focusrite Scarlett Solo vor allem für Einsteiger, ambitioniertere Nutzer sollten zum 2i2 oder dem 2i4 greifen.

Kommentare

Matthias Wenzel 29. Dezember 2017 um 0:29

Hallo zusammen!
Ich habe mir das Focusrite Scarlett Solo zu Weihnachten gegönnt, dazu gabs ein Sennheiser E 835. Die Kombination aus dynamischem Mikrofon und Einsteiger USB Audio Interface nutze ich zum Aufnehmen beim Singen. Instrumente werden vielleicht irgendwann folgen, das ist aber aktuell noch Zukunftsmusik.
Zunächst mal: Die Bestellung über Amazon klappte wie immer reibungslos und auch das Inbetriebnehmen des Interfaces war ein Kinderspiel. Einfach anstecken, Software starten und fertig. Irgendwelche Treiber brauchte ich bei meinem iMac nicht zu installieren, ob das unter Windows anders ist weiß ich natürlich nicht.
Die 48 V Taste für die Phantomspannung brauche ich mit meinem dynamischen Mikrofon nicht, insofern kann ich darüber nichts berichten. Die Übersteuerungsanzeige ist für mich ebenfalls kein Problem, habe es nur mit sehr lautem Schreien hinbekommen, dass der Ring überhaupt rot leuchtet. Habe in einem anderen Forum gelesen, dass es wohl mit der Bauweise zusammenhängt: Kondensatormikrofone sind hier wohl empfindlicher.
Die Tonqualität bei den Aufnahmen ist wirklich erstklassig. Ich höre mich genau so an, wie es klingen sollte. Im Vergleich zu meinen bisherigen Aufnahmeversuchen (Handy / DSLR Kamera von meiner Mama) ist das eine komplett andere Hausnummer. Dabei gibt es kaum Rauschen oder andere Fehler auf den Aufnahmen, ist praktisch gar nichts zu hören außer meiner Stimme.
Das Design und die Verarbeitung finde ich sehr gut, allerdings habe ich das Modell auch noch nicht lange, insofern kann ich hier nicht besonders viel dazu sagen.
Was mich etwas stört: Es gibt keinen Ein- oder Ausschalter. Das Gerät wird einfach per USB Kabel angesteckt und das wars. Das irritiert mich etwas und stört mich ehrlich gesagt auch ein wenig, da mein Laptop das Interface mit Strom versorgt, wenn ich vergesse, das Kabel zu trennen. Ein Ein und Ausschalter wäre hier einfacher.
Auch der Widerstand der Regler für die Lautstärke und den Gain ist für mein Empfinden etwas zu lasch und ein bisschen zu „starr“, das ist aber wohl Geschmacksache, da andere Nutzer in einem Audio Interface Test davon sehr begeistert waren.
Alles in allem ist das Focusrite Scarlett Solo ein wunderbares Einsteiger Audio Interface, das für mich hervorragend passt und über die kleinen Kritikpunkte sehe ich bei dem Preis auch gerne hinweg.

Herzliche Grüße aus dem Chiemgau,
Matze

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95,00 €

Zuletzt aktualisiert am: 14. Dezember 2018 10:50