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Das ideale Recording-Setting im Homestudio

Das ideale Homestudio Setup

Das ideale Homestudio Setup

Beim Einrichten eines Homstudios steht man als Laie schnell vor einer überfordernden Fülle an Möglichkeiten. Während früher noch recht streng zwischen Profi- und Hobby-Equipment unterschieden wurde, werden die Grenzen heute immer fließender. Um hier ein wenig Abhilfe zu schaffen, wollen wir einige verschiedene Setups beleuchten und aufzeigen für welche Zwecke sie sich besonders eignen.

Dabei steht natürlich die Orientierung auf Homerecording-Studios im Vordergrund. Insbesondere die Anzahl der Ein- und Ausgänge, sowie das verwendete Zubehör werden umfangreich und detailliert beleuchtet. So findest du als Einsteiger genau das richtige Setup für dein Homestudio und kannst direkt mit Aufnahmen loslegen, die qualitativ nicht von professionellen Aufnahmen zu unterscheiden sind.

Modulares Setup oder All-In-One

Das wohl verbreitetste Setup in modernen Homestudios besteht aus einer Kombination aus Audio-Interface, Computer und Audio-Software. Diese Lösung ist sehr flexibel und erweiterbar. Allerdings kommt man dabei nicht umhin sich mit einem Kabelwald herumzuschlagen. Auch der Platz auf dem Schreibtisch wird schnell eng.

Alternativ gibt es All-In-One-Lösungen. Diese reichen von einfachen Field-Recordern bis hin zu ausgewachsenen Live-Mischpulten mit integrierter Aufnahme- und Mix-Funktion. Solche Geräte sind deutlich kompakter und eignen sich besonders für den portablen Gebrauch. Da der Mix hier anstelle von Maus und Tastatur über die verbauten Bedienelemente erstellt wird, ähnelt der Workflow deutlich mehr dem aussterbenden Recording mit Analogpult und Bandmaschine. Das bedeutet, dass schnelle Eingriffe und Rough-Mixes sehr gut von der Hand gehen. Für einen elaborierten Mix mit komplizierten Automationen und Effekt-Setups sollte man aber doch eher zum Computer greifen.

Eingänge und Ausgänge

Egal ob modulares Setup oder All-In-One-Lösung: Wie groß das Budget beim Kauf sein sollte entscheidet vornehmlich die Anzahl der Ein- und Ausgänge. Man sollte sich also möglichst bewusst sein, was genau man mit seinem Setup machen möchte. Für eine Einzelperson, die nacheinander verschiedene Instrumente aufnehmen möchte, genügt oft ein simples Setup mit zwei phantomgespeisten XLR-Eingängen und einem Stereo-Ausgang plus Headphone-Out.

Soll das Homestudio aber im Proberaum aufgebaut werden und auch Live-Aufnahmen von mehreren Musikern gleichzeitig ermöglichen, sieht die Sache schon ganz anders aus. Die Aufnahme einer klassischen Rockband mit Gitarre, Schlagzeug, Bass und Gesang fängt erst ab ca. acht Eingängen an Sinn zu ergeben. Man kann aber auch ohne weiteres 16 Eingänge verwenden ohne es völlig zu übertreiben.

XLR Inputs für Mikrofone

XLR Inputs für Mikrofone

Kommen noch Keyboards, Bläser oder weitere Gesangsstimmen hinzu, ist man schnell bei 32 Eingängen und mehr. Außerdem lohnt es sich in solch einem Fall auch ausgangsseitig aufzustocken. Wenn möglich sollte jeder Musiker einen Kopfhörermix bekommen können. Dies kann im simpelsten Fall ein einfacher, mit dem Hauptmix identischer Mono-Mix sein. Besser ist aber immer ein auf den jeweiligen Musiker angepasster Mix, der im Idealfalle auch noch Stereo ist. Dies ist natürlich nur mit einer deutlich höheren Anzahl von Ausgängen möglich.

Ein wenig sparen kann man aber an der Qualität der Kopfhörer. Diese sollten in erster Linie laut sein. Ausgenommen davon sind Kopfhörer, die vom Engineer zum Mixen oder zur Kontrolle des aufgenommenen Sounds verwendet werden. Diese sollten zumindest von gehobener Qualität sein. Außerdem ist es dienlich, wenn der Engineer die Kopfhörer für möglichst viele Zwecke verwendet um mit deren Sound möglichst gut vertraut zu sein. Das gleiche gilt natürlich ebenso für die Hauptabhörmonitore.

Mikrofone und Zubehör

Die Wahl der Mikrofone ist ein Thema für sich und soll in diesem Artikel nur am Rande abgehandelt werden. Einfach gesagt kommt man auf lange Sicht selten darum herum sich eine Mikrofonsammlung anzuschaffen. Für den Anfang genügt oft ein simples Bühnenmikrofon um überhaupt Signale aufzeichnen zu können. Soll es hauptsächlich um Gesangsaufnahmen gehen, lohnt es sich aber auch über ein Großmembran-Kondensatormikro nachzudenken. Am besten inklusive Popschutz und Reflexionsfilter. Für aufwändigere Produktionen sollten aber mehr Mikros zur Verfügung stehen. Eine gute Mikrofonsammlung besteht meist aus einem Haufen dynamischer Mikros, ein paar Kleinmembran-Kondensator-Mikros, ein bis zwei Großmembranern und ein paar exotischeren Modellen.

Fazit: Vorher Gedanken machen

Wer sich ein Homestudio aufbauen möchte, sollte sich im Vorfeld genau Gedanken machen was mindestens benötigt wird. Besonders die Ein- und Ausgänge betreffend, kann man sich hier viel Stress sparen. Dies ist besonders wichtig, wenn eine All-In-One-Lösung angestrebt wird, da sich diese meist nur schwer erweitern lässt. Mit einem Bisschen Recherche und Planung kann sich heutzutage aber quasi jeder recht leicht ein kleines Homestudio zusammenstellen.


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