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Aufnahmen bearbeiten, abmischen und mastern

Mixing & Mastering

Mixing & Mastering

Beim Sound Aufnehmen im Homerecording Studio ist natürlich die passende Hardware das wichtigste für eine gute Soundqualität. Die Wahl des idealen Mikrofons, der passenden Software und der am besten geeigneten Peripheriegeräte hat entscheidenden Einfluss auf die Qualität der Aufnahmen. Aber auch die spätere Bearbeitung des Sounds am Rechner ist wichtig.

Im Homestudio können Hintergrundgeräusche und andere Fehler bei den Aufnahmen kaum vermieden werden, da eine effiziente Schalldämmung hier kaum möglich ist. Auch die Professionalität der Ausstattung kann mit Profi-Studios nicht mithalten. Umso wichtiger ist das konsequente Nachbearbeiten in Form des Mixing und Mastering im Homestudio.

Einsteiger tun sich hier oft schwer und wissen nicht, wo sie anfangen sollen. Dabei kann man die Tonqualität mit ein paar einfachen Kniffen sehr einfach verbessern – ohne viel Aufwand oder tiefergehendes Wissen. In diesem Beitrag zeigen wir, wie Einsteiger die eigenen Aufnahmen einfach und schnell mischen und mastern können.

Mehr Infos dazu findest du im Beitrag Aufnahmen im Homestudio mischen auf Tonstudio.org.

Rauschen entfernen / Rauschentfernung

Das Entfernen von Rauschen auf den Aufnahmen ist wichtig, in der Praxis lässt sich das Rauschen jedoch durch die Wahl von entsprechender Hardware größtenteils vermeiden. Großmembranmikrofone haben typischerweise ein geringeres Eigenrauschen als andere Geräte. Auch hochwertige Mikrofon-Vorverstärker und gute Peripheriegeräte helfen dabei, Rauschen zu vermeiden.

Die meisten DAW-Programme bieten eine automatische Rauschentfernung. Selbst Audacity, das kostenlose und überaus beliebte Freeware-Tool, enthält ein solches Tool. Rauschen entfernen gelingt jedoch am besten, indem man das Rauschen gar nicht erst entstehen lässt. Das nachträgliche Herunterregeln der Lautstärke kann dabei helfen, Rauschen nicht mehr hörbar zu machen.

Stimmen nachträglich präsenter machen

Wenn Stimmen mehr Volumen brauchen, lässt sich dies sehr einfach über den Equalizer beim Sequencer umsetzen. Typischerweise haben verschiedene Stimmen bestimmte Frequenzen. Die Tiefen, Mitten und Höhen lassen sich sehr einfach manipulieren. Durch eine Anhebung der Lautstärke bei bestimmten Frequenzen können Stimmen somit mit mehr Volumen ausgestattet werden.

Frauenstimmen: Zum Abmischen von Frauenstimmen sollte der Ton bei etwa 400 Hz um ca. 3,5 – 4 dB angeboten werden. Auch bei 4 kHz kann eine Anhebung von 4 – 5 dB die Präsenz der Stimme verstärken. Je nachdem, wie das Verhältnis der Stimmen zur Hintergrundmusik ist, kann die Stärke der Anhebung stark variieren. Hier muss einfach getestet und ausprobiert werden.

Männerstimmen: Da Männerstimmen tiefer sind als Frauenstimmen, muss die Tonlautstärke auch bei niedrigeren Frequenzen angehoben werden. Zunächst sollte eine leichte Anhebung von rund 4 dB bei ungefähr 200 Hz vorgenommen werden. Auch bei der Frequenz von ca. 3 kHz kann eine Erhöhung der Lautstärke um rund 4,5 – 5 dB das Volumen der Stimme verbessern.

Tipp: Oftmals verfügen Aufnahmen von Stimmen – insbesondere im Homerecording Studio – über ein gewisses „Rumpeln“. Dies kann verschiedene Ursachen haben: Partialschwingungen, eine unruhige Aufnahmeumgebung oder eine mangelhafte Aufnahmetechnik können der Auslöser sein. Eine leichte Absenkung bei knapp unter 100 Hz kann hier Abhilfe schaffen.

Sibilanten / zischende S-Laute entfernen

Bei der Aufnahme im Homestudio gibt es häufig scharfe S-Laute, die unangenehm auffallen. Insbesondere bei S und Sch Lauten tritt das helle und übermäßig laute Pfeifen häufig auf. Ein gutes Mikrofon kann dies zwar effektiv verhindern, oftmals führen jedoch andere Umstände zu diesen unangenehm lauten Sibilanten. Die Entfernung dieser S-Laute ist jedoch kein Problem.

In professionellen Studios können sowohl Hardware- als auch Software-DeEsser genutzt werden. Die Hardware-Variante ist am einfachsten einsetzbar und außerdem eine vergleichsweise zuverlässige Lösung. Bestimmte Software-PlugIns erlauben mit wenigen Klicks das Entfernen von S-Lauten, nicht für jedes Programm gibt es jedoch solche Erweiterungen.

In der Praxis lassen sich Sibilanten aber auch mit einem Equalizer entfernen. Typischerweise liegen die zischenden S-Laute bei einer Frequenz von rund 8 kHz. Durch eine stufenweise Absenkung der Lautstärke um diesen Frequenzbereich lassen sich die Zischlaute entfernen. Zusätzlich sollte aber auch beim Aufnehmen versucht werden, möglichst wenig Sibilanten aufzunehmen.

Seidige Höhen und bessere Präsenz

Die seidigen Höhen, wie sie bei Großmembranmikrofonen typischerweise auftreten, können mit dynamischen Gesangsmikrofonen (die meist über kleine Membranen verfügen) kaum erzeugt werden. Beim Mixing und Mastering ist dies jedoch nachträglich möglich. Einfach die Lautstärke bei knapp über 10 kHz etwas anheben und anschließend unter Normal absenken.

Darüber hinaus ist es bei Gesangsaufnahmen, wenn Musik gleichzeitig mit aufgenommen wird, oftmals schwierig, die Präsenz zu erhöhen. Im Regelfall sind die Mitten für die klare Verständlichkeit von Sprache und Gesang verantwortlich. Bei rund 2,5 kHz kann eine leichte Erhöhung der Lautstärke für eine bessere Verständlichkeit und mehr Präsenz der Stimme sorgen.


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