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Field Recorder kaufen: Diktiergerät Kaufberatung

Field Recorder kaufen

Field Recorder kaufen

Field Recorder sind tragbare All-in-One-Recording-Lösungen. Sie verfügen gewöhnlich über ein eingebautes Stereo-Mikrofon-Paar inklusive Preamps, Digitalwandler und eine Microcontroller-basierte Aufnahmesoftware. Preislich siedeln sie sich zwischen knapp unter 100 und knapp unter 500 Euro an. Zu beleuchten, wie es zu solch großen Preisunterschieden kommt und für welche Anwendung man welches Budget bereit halten sollte, ist Aufgabe dieses Artikels.

Diktiergeräte sind dabei vor allem für mobile Aufnahmen sehr gut geeignet. Aber auch die Aufnahme von mehreren Schallquellen in unmittelbarer Umgebung ist ein Szenario, bei dem sich ein mobiler Recorder wohl fühlt. Dabei sollte man nicht vergessen, wie wichtig auch bei mobilen Aufnahmen die Studioumgebung / Aufnahmeumgebung ist. Wir zeigen, welche Field Recorder, Diktiergeräte und mobile Recorder für das eigene Homestudio am besten geeignet sind.

Diktiergerät Hersteller im Überblick

Der Field Recorder Markt wird derzeit vornehmlich von drei großen Herstellern bedient: Zoom, Tascam und Boss (Roland). Zwar ist das Konzept eines tragbaren Audiorecorders kein neues (Edisons Phonograf war im Grunde nichts anderes), die heutige digitale Ausführung wurde aber von Zoom populär gemacht. Mit ihrem „H2 Handy Recorder“ gelang es ihnen 2007 die Nische der aussterbenden Diktiergeräte neu zu beleben. Heute verfügen sowohl Zoom als auch deren Hauptkonkurrent Tascam über eine Produktpalette von über 25 Geräten.

Während die Zoom und Tascam Geräte größtenteils dem Diktiergerät-Konzept folgen und sich auf das einfache Erstellen von Aufnahmen konzentrieren, geht Boss einen etwas anderen Weg. Die Geräte der Roland Tochterfirma sind speziell für Musiker ausgelegt. Hier lassen sich aufgenommene Spuren im Gerät arrangieren und mit Effekten versehen. Sie stehen damit also eher in der Tradition einfacher Mehrspur-Aufnahmegeräte als in der des Diktiergerätes.

Von günstig bis teuer

Das wohl verbreitetste Einsteigermodell ist der Zoom H1. Das Gerät ist für knapp über 90€ zu bekommen und bietet alle Grundfunktionen die man von einem Field Recorder erwarten würde. Der handliche Zoom H1 verfügt über ein (erstaunlich gutes) Kleinmembran-Kondensatormikrofon-Paar, einen Steckplatz für eine Micro-SD-Karte und ein simples Aufnahmeinterface. Allerdings merkt man dem H1 durchaus an, dass es günstig produziert wurde.

Dies liegt in erster Linie an dem klapprigen Plastik-Gehäuse, dass leider extrem anfällig für Tastgeräusche ist. Außerdem können alternative Mikrofone nur per Stereo-Miniklinke angeschlossen werden, was eine Verwendung der meisten professionellen Mikros extrem erschwert. Direktes Konkurrenzprodukt zum Zoom H1 ist das Tascam DR-05. Es bietet in etwa die gleichen Features, ist etwas robuster, kostet dafür aber auch etwa 10€ mehr.

Solide Mittelklasse für gutes Geld

Wer etwas mehr ausgeben möchte, sollte sich den Zoom H2N bzw. das Tascam DR-40 ansehen. Beide Geräte kosten knapp 170€ und verfügen ein weiteres mal über ähnliche Features. Sowohl das H2N als auch das DR-40 können bis zu vier Spuren gleichzeitig aufzeichnen. Zwei mittels der eingebauten Mikrofone und zwei weitere über die verbauten Mikrofoneingänge. Dabei setzt Zoom hier erneut auf die unpraktische Stereo-Miniklinke, während Tascam vorbildlich zwei XLR-Eingänge verbaut. Im Gegenzug dazu bietet Zoom einige interne Effekte wie Kompressor/Limiter und ein Stimmgerät.

Für noch ein paar Euro mehr (ca. 200) bekommt man das Boss BR-80. Dieses richtet sich wie bereits erwähnt primär an Musiker. Zusätzlich zu den verbauten Stereo-Mikrofonen gibt es hier einen Stereo-Line-In, der auch als Instrument-In verwendet werden kann. Dafür spendiert Boss sogar eine in Echtzeit arbeitende Gitarren-Amp-Simulation. Leider ist auch hier der Line-In als kleine Stereo-Klinke ausgeführt. Das Gerät kann zwar immer nur zwei Spuren gleichzeitig aufzeichnen, ist aber in der Lage bis zu acht Spuren gleichzeitig wiederzugeben und mit Effekten zu versehen.

Flaggschiffe für professionelle Nutzer

Noch zu erwähnen ist das derzeitige Flaggschiff der Zoom Serie, der Zoom H6. Dieser kann bis zu sechs Spuren gleichzeitig aufzeichnen. Zwei davon mittels der oben angebrachten Mikrofone, vier weitere per XLR-Anschluss. Außerdem sind die Mikrofone hier nicht fest im Gehäuse, sondern in einem austauschbaren Modul verbaut. So kann statt der üblichen XY-Stereofonie auch ein Aufsatz für MS-Stereofonie, ein Shotgun-Mic oder einer mit schlicht zwei zusätzlichen XLR-Eingängen verwendet werden. Abgerundet wird das ganze mit einem großen, übersichtlichen Farbdisplay und einer Hand voll interner Effekte.

Das H6 lässt an sich keine Wünsche offen. Das lassen sich Zoom mit einem Preis von knapp über 370€ aber auch etwas kosten. Vor allem für ambitionierte Nutzer ist dieses Modell aber perfekt geeignet. Dann ist auch ein mobiles Tonstudio nur mit diesem mobilen Recorder möglich. Wichtig ist, dass die Aufnahmeumgebung auf die Anforderungen des Nutzers abgestimmt wird. Der beste Field Recorder kann bei einer mangelhaft gedämmten oder schlecht ausgestatteten Studioumgebung gute Aufnahmen liefern.


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