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Audio Interface kaufen: Darauf musst du achten

Audio Interface kaufen

Audio Interface kaufen

Wer in seinem Homerecording Studio ein analoges XLR Mikrofon nutzen möchte, der ist zwingend auf die Nutzung eines Audio Interfaces angewiesen. Das Audio Interface ist eine externe Soundkarte, die die analogen Signale aus einem Mikrofon oder einem anderen analogen Peripheriegerät in digitale Signale umwandelt. Dies ist nötig, weil Computer (zur Aufnahme im Studio) nur digitale Signale verarbeiten können. Während USB Mikrofone bereits integrierte A/D-Wandler besitzen, muss dies bei analogen Geräten extern passieren.

Ein gutes Audio Interface macht jedoch nicht nur für die Aufnahme von Sound Sinn, sondern auch für die Wiedergabe. Da diese Geräte speziell auf höchste Soundqualität ausgelegt sind, lassen Studionutzer oftmals ihre Studio-Kopfhörer, Monitore oder Lautsprecher über ein Audio Interface laufen. So kann man wirklich alles aus seinem Equipment herausholen. Audio Interfaces sind dabei nicht mehr teuer – Einsteigermodelle fürs Homerecording Studio kosten heute etwa so viel wie ein gutes Homestudio Mikrofon.

Du beschäftigst dich gerade mit dem Einrichtigen deines ersten Homerecording Studios und weist nicht, ob du ein Audio Interface benötigst? Ganz einfach: Wenn dein Mikrofon keinen USB Anschluss, sondern einen dreipoligen XLR-Anschluss besitzt, dann brauchst du ein Audio Interface. Alle Interfaces auf unserem Portal verfügen über eine Phantomspeisung von 48 V. Das bedeutet, dass sämtliche Kondensatormikrofone damit betrieben werden können. Weitere Infos findest du in unserem Mikrofon Kaufratgeber, sowie in unserem Ratgeber Artikel zum Thema Funktionsweise eines Audio Interfaces.

Welche Sampling-Rate braucht mein Audio Interface?

Die Sampling-Rate / Abtastrate

Die Sampling-Rate / Abtastrate

Die sogenannte Sampling-Rate (auch Abtastrate genannt) bestimmt, wie oft pro Sekunde das Audio Interface die analoge Spannung misst und ein digitales Signal daraus errechnet. Die Sampling-Rate wird dabei in kHz angegeben, es handelt sich hierbei also um eine Frequenzangabe. Die gängigsten Modelle verfügen über Abtastraten von 44, 48, 96 oder 192 kHz. Je höher die Sampling-Rate, desto besser ist in der Theorie die Qualität der Aufnahmen. In der Praxis hat die Sampling-Rate jedoch nur einen untergeordneten Einfluss auf die Aufnahmequalität, zumindest im Homerecording Studio.

Das liegt an der weiteren Umgebung: Wenn beispielsweise die Recording-Software auf dem Aufnahmerechner nur eine Sampling-Rate von maximal 48 kHz unterstützt, werden alle höheren Raten auf diese Frequenz herabgesetzt. Das Audio Interface kann hier also so gut sein wie es möchte – auf den Aufnahmen landet die niedrigste Frequenz, die im Produktionszyklus zum Einsatz kommt. Des weiteren spielen auch andere Faktoren beim Audio Interface eine Rolle im Bereich der Soundqualität. Wenn beispielsweise die Mikrofon-Vorverstärker nicht gut abgestimmt sind, bringt auch eine höhere Sampling-Rate beim Interface nichts.

Der A/D-Wandler: Das Herzstück des Audio Interfaces

A/D-Wandlung im Home Studio

A/D-Wandlung im Home Studio

Die Kernaufgabe des Audio Interfaces ist die Umwandlung von analogen in digitale Signale. Dies wird mit einem Bauteil, bzw. einem Konzept namens A/D-Wandler umgesetzt. Die andere Richtung, also das Umwandeln von digitalen in analoge Signale, nennt sich folglich D/A-Wandlung. Der A/D-Wandler nimmt die Spannung aus den analogen Signalen auf und errechnet hieraus digitale Signale, die über das Kabel an die Aufnahmeumgebung übertragen werden. Die Bandbreite dieser Wandlung bestimmt maßgeblich die Aufnahmequalität und wird in bit angegeben.

Die meisten Audio Interfaces verfügen über eine A/D-Wandler Bandbreite von 24 bit. Dies ist vom Homerecording Studio bis hin zu professionellen Tonstudios der absolute Standard. Hier liegt jedoch genau das Problem von USB Mikrofonen: Da hier nur eine sehr begrenzte Leistung und wenig Platz im Mikrofonkorpus zur Verfügung steht, verfügen die meisten USB Mikros nur über eine A/D-Wandler Bandbreite von 16 bit. Dieser Nachteil in der rechnerischen Zusammensetzung der Soundqualität kann durch nichts mehr ausgemerzt werden. Während eine geringere Sampling-Rate sich nur marginal bis gar nicht auf die Soundqualität auswirkt, ist eine Bandbreite bei der A/D-Wandlung von 16 bit gegenüber 24 bit auch bei Aufnahmen im Homestudio durchaus zu hören.

Wie viele Eingänge und Ausgänge brauche ich?

Eingänge & Ausgänge beim Interface

Eingänge & Ausgänge beim Interface

Für den Einstieg ins Homerecording reichen Anfänger-Modelle. Diese verfügen in der Regel über zwei sogenannte „Combo-Inputs“. Diese Eingänge ermöglichen das Anstecken eines Instruments über ein 6,3mm Kabel, sowie den Betrieb eines XLR Mikrofons. In der Regel kann man über jeden dieser Combo-Inputs auch eine Phantomspeisung für Kondensatormikrofone legen. Wer von Anfang an weiß, dass er mehr Eingänge benötigt, beispielsweise weil in professionelleres Tonstudio eingerichtet werden soll, der greift einfach zu einem hochwertigeren Modell von Steinberg oder Focusrite.

Die Ausgänge spielen im Homestudio ebenfalls eine relativ kleine Rolle. Die meisten Interfaces verfügen über einen oder mehrere Line-Ausgänge im Format 6,3mm. Dieser Ausgang ist in der Soundproduktion der absolute Standard für Monitore und Lautsprecher. Zusätzlich steht bei jedem Audio Interface immer ein Kopfhörer-Ausgang im Format 6,3mm für Studio-Kopfhörer zur Verfügung. Wer hier konventionelle Consumer-Kopfhörer nutzen möchte, der muss einen Adapter von 6,3mm auf 3,5mm mit kaufen. Wer mehr Ausgänge benötigt, wird bei den großen und bekannten Herstellern aber ebenfalls fündig.

Zusatzfunktionen, Sonderausstattungen & Anschluss

Anschlüsse und Zusatzfunktionen

Anschlüsse und Zusatzfunktionen

Viele Hersteller bieten besondere Funktionen oder Ausstattungsmerkmale bei ihren Audio Interfaces, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Während jeder Produzent ein eigenes klassisches Design besitzt, gibt es hier einige Funktionen, die sich durchaus etabliert haben. Vor allem die Übersteuerungs-Anzeige ist hier zu nennen. Insbesondere bei Focusrite Scarlett Modellen ist diese sehr gut umgesetzt. Wenn das Eingangssignal zu stark für das Interface ist, wird der Nutzer optisch darauf hingewiesen. So gibt es keine Peaks bei den Aufnahmen und die Aufnahmequalität steigt im Allgemeinen. Außerdem erleichtert dies das Finden der richtigen Einstellung im Homestudio.

Über eine Phantomspeisung für Kondensatormikrofone verfügen alle Interfaces, die auf unserem Portal vorgestellt werden. Weitere Besonderheiten bei der Bedienung leiten sich meist aus den Designlinien der Hersteller ab – hier kann jeder Käufer für sich selbst entscheiden, welches Konzept er schlüssiger findet. Die Anschlussart des Audio Interfaces muss zum Rechner passen. Mit einem USB Audio Interface macht man niemals etwas falsch. Wer jedoch einen Mac nutzt, der kann zu einem Thunderbolt Interface greifen, da hier der Datendurchsatz höher ist und somit weniger Aufnahmequalität verloren geht – die Unterschiede sind in der Praxis aber kaum bis gar nicht zu hören.

Audio Interfaces für jedes Home Studio

Auch wenn die Auswahl am Markt sehr groß ist und die Anzahl der verschiedenen Anbieter und Modellreihen gigantisch ist – es gibt einige Produkte, die sich universal für nahezu alle Aufnahme-Szenarien eignen. Diese Audio Interfaces verfügen über einen USB Anschluss, eine Phantomspeisung von 48 V und natürlich mindestens zwei Combo-Inputs. Nur so kann gewährleistet werden, dass auch verschiedene Peripheriegeräte genutzt werden können. Hier findest du die wichtigsten Audio Interfaces, die für ein Homerecording Studio unabhängig der Aufnahmezwecke perfekt geeignet sind.

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Focusrite Scarlett 2i4 Test Audio Interface Empfehlung Steinberg UR22 Test
ModellFocusrite Scarlett 2i4 TestSteinberg UR22 Test
Preis

149,00 €

115,00 €

Bewertung
HerstellerFocusriteSteinberg
Inputs2 x Combo2 x Combo
Sampling-Rate192 kHz192 kHz
A/D-Wandler24 bit24 bit
AnschlussUSBUSB
Preis

149,00 €

115,00 €

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Kommentare

Thomas 26. August 2018 um 19:53

Hallo zusammen
Ich stell mir gerade ein kleines Home-Studio zusammen.
Ich verfüge über einen externen Synthesizer. Dieser ist wie mein PC über ein Mischpult verbunden. Der Sound wird über zwei Aktivboxen ausgegeben.
Ich benutzte als Musikprogramm ABLETON! Sehr gutes Programm.
Wenn ich aber zwischen Ableton und einem Youtube Clip aus dem Internet switche, kommt kein Ton.
Ich muss immer zuerst Ableton beenden.
Könnte ich mit einem externen Interface dieses Problem beheben?
Gruss Thomas

Antworten

Olaf 26. August 2018 um 20:32

Nein und ja. Wenn ich es richtig verstehe, dann möchtest Du Ableton und YouTube gleichzeitig hören. Dein PC hat aber nur einen Ausgang der von Ableton blockiert wird. Mit einem externen Audio Interface kannst Du Ableton über dieses wiedergeben und YouTube über den PC Audioausgang. Dann beides über das Mischpult zusammenführen.
Besser wäre es, den YouTube Clip in den Sequenzer / DAE zu importieren. Dann kannst Du beides im Rechner mischen und auch Geschwindigkeit und Lautstärke anpassen.

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