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Die passende Recording Software

Die passende Recording Software

Die passende Recording Software

Recording Software gibt es wie Sand am Meer. Welche die richtige für Dich ist, hängt stark davon ab, was Du damit vorhast. Um ein wenig Licht ins Dunkle zu bringen wollen wir hier einige Programme vorstellen und erläutern, für welche Zwecke sie sich besonders eignen. Dabei betrachten wir zuerst sehr günstige und kostenlose Lösungen und arbeiten uns dann zu den großen, teuren Flaggschiffen vor.

Die Unterscheidung zwischen kostenlosen und kostenpflichtigen Programmen ist für den Anfang nicht so wichtig, später entscheidet sich hier jedoch, wie gut die finalen Aufnahmen wirklich klingen. Der Funktionsumfang von professionellen Tools übersteigt den von kostenlosen und sehr günstigen Alternativen bei weitem. Hier gilt es, das passende Produkt für die eigenen Ansprüche im Homerecording Studio zu finden.

Audacity (Freeware)

Audacity ist eine Freeware zum Aufnehmen und Bearbeiten von Audiodateien. Das Programm ist besonders im Hobby-Bereich extrem verbreitet, hat aber (zumindest für bestimmte Aufgaben) auch unter Professionellen einen recht guten Ruf. Im Gegensatz zu den anderen aufgeführten Programmen handelt es sich bei Audacity nicht um eine so genannte Digital Audio Workstation (DAW), sondern um einen Wave-Editor mit einem deutlich geringeren Funktionsumfang.

Audacity eignet sich sehr gut um einfache Aufnahmen mit einem Mikrofon zu erstellen. Beispielsweise für Interviews oder Let‘s Plays. Die Aufnahmen können dann anschließend auf mehreren Spuren arrangiert, geschnitten und mit Effekten versehen werden. Allerdings werden alle Effekte destruktiv eingesetzt, was bedeutet, dass eine nachträgliche Veränderung der Effekteinstellungen nicht möglich ist. Auch das gleichzeitige Aufnehmen von mehreren Spuren ist nur sehr umständlich möglich. Wer also ernstzunehmende Musikproduktionen im Sinn hat, sollte sich nach etwas umfangreicherem umsehen.

Reaper (55€ (Privatlizenz), 210€ (Kommerzielle Lizenz))

Reaper ist eine preisgünstige, aber voll funktionsfähige DAW. Der günstige Preis rührt daher, dass bei Reaper nur die Grundfunktionen im eigenen Haus gelöst werden. Jegliche Effekte sind als externe Plugins realisiert. Mitgeliefert wird ein Paket am Freeware-Plugins, die rein theoretisch auch kaum Wünsche offen lassen. Allerdings fehlt diesen die Politur von kommerziellen Produkten und da jedes mit seiner eigenen Bedienoberfläche daher kommt, gibt es weder einheitliches Design noch Workflow. Wer damit leben kann, wird mit einer sehr umfangreichen DAW für wenig Geld belohnt.

Cubase und Logic (90€ – 570€ (Einsteiger bis Pro-Vesionen)

Sequencer Software

Sequencer Software

Noch vor wenigen Jahren bekam man auf die Frage nach einer vernünftigen DAW meist eine von drei möglichen Antworten: Cubase, Logic oder Protools. Letzteres wollen wir später genauer betrachten. Die ersten beiden sind bereits seit den Achtzigern etablierte Audio-Programme und leben bis heute (mehr oder weniger zu Recht) von diesem guten Ruf. Leider kranken aber auch beide ein wenig an ihrem Alter.

Zwar erscheinen sie regelmäßig in neuen Iterationen und verfügen über alle zur Zeit relevanten Features, ihr grundsätzliches Bedienkonzept basiert aber bis heute auf ihren über 30 Jahre alten Vorfahren, wodurch sie zu sperrigen Riesen geworden sind. Bei Logic kommt noch hinzu, dass die Software 2002 von Apple übernommen wurde und seit dem nur auf Mac verfügbar ist. Im Groben lässt sich sagen, dass sich der Kauf eines der beiden Programme nur für solche lohnt, die bereits vorher Erfahrungen mit ihnen sammeln konnten. Für Neueinsteiger eigenen sich eher jünger Plattformen wie Samplitude, Sonar oder das im nächsten Punkt behandelte Ableton Live.

Ableton Live (80€ – 600€ (Einsteiger bis Pro-Version)

Live ist eine recht junge DAW, die sich immer größerer Beliebtheit erfreut. Ursprünglich konzipiert für Echtzeit-Arrangements elektronischer Musik bietet Live inzwischen alle Features einer modernen Audio-Software. Dabei verfügt es über einen sehr intuitiven Workflow und besonders in der Suite Version über ein fantastisches Portfolio an Effekten und Software-Instrumenten, sowie eine lebhafte Community mit vielen sehr guten Tutorials und Tips.

Protools (600€)

Wie der Name schon sagt, hat Protools den Ruf die professionellste unter den DAWs zu sein. Auch wenn seine Popularität in den letzten Jahren etwas nachlässt, gibt es immer noch viele Tonstudios, für die Erfahrungen mit der Software ein unabdingbares Einstellungskriterium sind. Bis vor einigen Jahren konnte man Protools nur mit den hauseigenen, extrem hochwertigen (aber auch extrem teuren) Audio Interfaces nutzen, was dem Programm eine sehr elitäre Rolle verpasst hat. Auch wenn dies heute nicht mehr der Fall ist, braucht man immer noch ein beachtliches Budget um ordentlich mit Protools zu arbeiten.

Wer die Möglichkeit hat ein wenig damit zu spielen, sollte sie ergreifen um Erfahrungen zu sammeln. Ein Kauf ergibt aber nur dann wirklich Sinn, wenn ein Tonstudio für eine elitärere Zielgruppe schmackhaft gemacht werden soll. Wer ambitioniert ist und von Anfang an sehr professionell aufnehmen möchte, der kann Protools auch bereits im Homerecording Studio nutzen. Die Gefahr besteht jedoch, dass Einsteiger sich etwas überfordert fühlen vom Funktionsumfang und der Professionalität dieser Recording Software.


Kommentare

G.K. 6. April 2018 um 16:13

Ich habe einen ganz heißen Tipp für ernsthafte Einsteiger, die später weiter wollen: „Samplitude Pro X Silver“ ist eine kostenlose, abgespeckte Version von Samplitude Pro X. Wer sich nicht scheut, etwas Zeit in die Bedienung zu investieren (ist bei jeder DAW nötig), und mit 12 Spuren und 44,1 kHz leben kann, bekommz ein komplett ausgestattetes Studio mit besten Highendplugins und virtuellen Verstärkern („Vandal“) sowie perfekten Masteringtools absolut kostenlos zum Download. Viele Studios arbeiten mit Samplitude – vor allem beim Rundfunk. Den Download gibt es hier:

http://www.miditech.de/userfiles/magix/samplitude_pro_x_silver_miditech_us.exe

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Admin 6. April 2018 um 16:15

Hallo,
vielen Dank für den Hinweis und den Tipp. Wir werden die Software in naher Zukunft ebenfalls mal testen und dann hier natürlich vorstellen.
LG

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G.K. 6. April 2018 um 17:06

Ich hätte nicht mit so einer schnellen Antwort gerechnet, wenn es von Interesse ist: die Samplitude – Reihe ist nahezu gleich in der Bedienung aufgebaut (was ja sehr sinnvoll ist). Deshalb kann man auch für Samplitude Pro X Silver nahezu 1:1 die Tutoriels von „Samplitude Music Studio“ nutzen.

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